airliners.de Logo

Wisag plant Stellenabbau in Frankfurt

Die Corona-Pandemie trifft nicht nur Airlines und Flughäfen, sondern auch Dienstleister am Boden hart. Die Wisag Aviation am Frankfurter Flughafen muss Mitarbeiter entlassen. Die Zahl ist unbekannt.

Fluggastbrücken am Airport Tegel. © dpa - Bildfunk / Paul Zinken

Die Corona-Krise hat auch die Vorfelddienstleister hart getroffen. Die Wisag Aviation am Frankfurter Flughafen muss sparen und Stellen streichen. Das bestätigte eine Sprecherin auf Anfrage von airliners.de. "Wie viele Stellen genau wegfallen, lässt sich derzeit noch nicht sagen", so die Sprecherin weiter. Derzeit befände man sich in konstruktiven Gesprächen mit den Arbeitnehmervertretern.

Wisag Aviation mit den Töchtern - Airport Service, Ground Service, Passage Service, Cargo Service und Airport Personal Service beschäftigt rund 1600 Mitarbeiter an Deutschlands größtem Flughafen. Derzeit befänden sich noch über 90 Prozent der Angestellten in Frankfurt in Kurzarbeit, teilte das Unternehmen mit.

Verdi teilte auf Anfrage mit, dass man gewerkschaftlich nur die Wisag Ground Service gewerkschaftlich vertrete. Laut Verdi beschäftigt das Unternehmen unter 1000 Mitarbeitern. Wisag ist in Frankfurt unter anderem für die Abfertigung von Delta Air Lines, Saudi Arabian Airlines und Air-France-KLM verantwortlich.

Arbeitsplatzabbau auch in Berlin

Mitte Juli wurde bekannt, dass Wisag in Berlin den Rotstift ansetzen wird. Der Bodenverkehrsdienstleister teilte mit, dass er an den Berliner Flughäfen Schönefeld und Tegel rund die Hälfte der Arbeitsplätze streichen wird. Wisag ist in Berlin unter anderem für die Abfertigung von Easyjet verantwortlich.

Spekuliert wurde damals von einem Arbeitsplatzabbau von rund 800 der 1500 Stellen. Aber auch hin Berlin, könne man derzeit nur "flexibel und auf Sicht handeln", so die Sprecherin weiter.

Köln/Bonn gibt Hoffnung

Etwas anders als in Berlin und Frankfurt/Main stellt sich die Situation am Flughafen Köln/Bonn dar. An Deutschlands drittgrößtem Frachtdrehkreuz hat coronabedingt das Cargo-Geschäft stark angezogen, entsprechend habe sich auch der Bedarf an Bodenverkehrsdienstleistungen verändert, so Wisag zu airliners.de.

© AirTeamImages.com, Stuart Lawson Lesen Sie auch: Luftfracht ist Köln/Bonns Hoffnungsträger

Von: br

Lesen Sie jetzt

Lesen Sie mehr über

Personal Management Dienstleister Flughäfen Frankfurt WISAG