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Winterwetter und Streiks belasten Easyjet

Geschlossene Flughäfen und andere Einschränkungen durch das Wetter in Europa haben Easyjet im ersten Geschäftsquartal 18 Millionen Pfund (21 Millionen Euro) gekostet. Dazu kamen Belastungen aus Fluglotsenstreiks, die sich mit sechs Millionen Pfund niederschlugen.

easyJet Airbus A319-100 am Flughafen Genf © AirTeamImages.com

Die britische Fluglinie Easyjet erwartet angesichts hoher Benzinkosten und Flugausfälle in den vergangenen drei Monaten einen hohen Verlust im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2010/2011. Bis Ende März dürfte das Minus bei 140 bis 160 Millionen Pfund (166 bis 190 Millionen Euro) liegen und damit bis zu doppelt so hoch ausfallen wie im Vorjahreszeitraum, teilte die Gesellschaft am Donnerstag mit.

Bei Easyjet schlugen Flugausfälle wegen Schnee und Eis in dem Ende Dezember abgelaufenen ersten Quartal mit 18 Millionen Pfund (21 Millionen Euro) zu Buche. Dazu kamen Belastungen aus Fluglotsenstreiks, die sich mit sechs Millionen Pfund niederschlugen. Etwas ausgleichen konnte die Gesellschaft diese Belastungen dank höherer Erlöse. Insgesamt stieg der Umsatz von Oktober bis Dezember um 7,5 Prozent auf 654 Millionen Pfund. Dies ist auf ein Plus bei den Passagieren von 8,8 Prozent auf 11,9 Millionen zurückzuführen.

"Der wirtschaftliche Ausblick in Europa bleibt ungewiss und der höhere Benzinpreis wird kurzfristig unausweichlich für Druck auf die Margen sorgen", sagte Unternehmenschefin Carolyn McCall. Pro Sitzplatz müsse das Unternehmen im Vergleich zum ersten Halbjahr des vorigen Geschäftsjahres nun mit 1,17 Pfund Kerosinkosten mehr rechnen.

Im Vergleich zu anderen Fluggesellschaften hatte Easyjet das Winterwetter noch recht wenig ausgemacht. British Airways hatte die Belastungen wegen ausgefallener Flüge vor einigen Tagen auf 50 Millionen Pfund beziffert. Easyjet-Chefin McCall appellierte an die Politik, neue Regeln für Flughäfen und Flugkontrollen zu schaffen. Die drastischen Ausfälle in den vergangenen zwei Jahren zeigten, dass die Airports in die Infrastruktur investieren müssten.

Von: dpa-AFX

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