Wiederaufnahme des Flug-Tourismus an die Ostsee wird kompliziert

Mecklenburg-Vorpommern hat eine vergleichsweise komplizierte Öffnungsstrategie nach der Corona-Krise vorgelegt. Der Flugverkehr an die Ostseestrände wird nun trotzdem vereinzelt wieder hochgefahren. Aber wichtige Destinationen fehlen.

Eurowings kam 2017 noch mit Airbus-Jets nach Heringsdorf. © dpa / Joachim Kloock/HDF

Die Corona-Verordnungen sehen eine baldige Öffnung von Mecklenburg-Vorpommern für den Tourismus vor, wenn auch vergleichsweise kompliziert. Gemäß der "1. Corona-LVO-Änderungsverordnung" vom 13. Mai 2020 (PDF) dürfen bereits Einwohner von Mecklenburg-Vorpommern in ihrem Bundesland in Hotels und Ferienwohungen nächtigen. Ab dem 25. Mai dürfen dann auch Personen mit Wohnsitz in einem anderen Bundesland Reisen unternehmen. Prinzipiell wären dann auch Flüge möglich. Davon ausgeschlossen sind nur Tagesausflüge. Mindestens eine Übernachtung muss gebucht werden und diese muss vor Anreise gebucht worden sein.

Nur Rostock bekommt zeitnah eine regelmäßige Verbindung

Der Flughafen Rostock-Laage wird allerdings nicht sofort ein mögliches Ziel sein. Erst ab dem 30. Mai ist ein touristisch interessanter Linien-Flugbetrieb geplant. Dann wird Lufthansa München wieder mit Rostock verbinden. Jeweils samstags geht es von München um 10:55 in einer CRJ900 nach Rostock. Um 12:45 geht es dann wieder zurück. Das Angebot zielt also auf Touristen, die jeweils wochenweise an die Ostsee wollen.

Von: Andreas Sebayang

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