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Berlin Wieder Tarifgespräche bei Globeground

In den Tarifkonflikt an den Berliner Flughäfen kommt wieder Bewegung. Globeground und die Gewerkschaft Verdi wollen sich erneut zu Gesprächen zu den Verdienstregelungen für das Abfertigungspersonal zusammensetzen.

Mitarbeiter des Bodenpersonals streiken am 27.05.2010 am Flughafen Tegel. © dpa, T. Kleinschmidt

Im Tarifkonflikt um das Abfertigungspersonal an den Berliner Flughäfen werden die Verhandlungen wieder aufgenommen. Der Dienstleister Globeground und die Gewerkschaft Verdi wollen sich Mitte kommender Woche treffen, wie beide Seiten am Donnerstag mitteilten.

Es geht um das künftige Einkommensniveau von rund 1500 Beschäftigten. Die Geschäftsführung will den Konflikt erklärtermaßen schnell beenden. Die Verdi-Tarifkommission lehnt allerdings die vom Arbeitgeber geforderte neue Gehaltsstruktur mit reduzierten Tarifen für die höheren Einkommensgruppen ab.

Die Gewerkschaft wolle zunächst einen neuen Vergütungstarifvertrag abschließen, danach könne man über den Manteltarifvertrag reden, den Globeground gekündigt habe, sagte Verhandlungsführer Jens Gröger. Verdi schlägt vor, die vom Arbeitgeber angebotene Erhöhung um durchschnittlich 1,9 Prozent auf die derzeitige Vergütungstabelle aufzuschlagen.

Globeground-Geschäftsführer Bernhard Alvensleben erinnerte daran, dass alle Mitarbeiter aufgrund einer alten Tarifvereinbarung in diesem Jahr bereits 2,3 Prozent mehr Geld erhalten hätten. Ziel sei es, die Einkommen in den unteren Lohngruppen überdurchschnittlich zu erhöhen, dies aber durch Abstriche bei den höheren Tarifgruppen auszugleichen. Die unterschiedlichen Interpretationen des Globeground-Angebotes vom 8. März müssten in weiteren Verhandlungen geklärt werden.

Globeground kümmert sich an den Flughäfen Tegel und Schönefeld um die Passagier- und Gepäckabfertigung. Ein Warnstreik hatte Anfang März zu etlichen Flugausfällen und zahlreichen Verspätungen geführt.

Von: dpa

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