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Hintergrund Wie Corona den Leasing-Markt durch "Sale & Leaseback" aufmischt

"Sale & Leaseback"-Geschäfte haben sich während Corona zum wichtigen Liquiditätsbeschaffer für viele Airlines entwickelt. Easyjet hat über den Sommer Flugzeuge für weit mehr als eine Milliarde Euro verkauft. Doch das Umfeld wird rauer, je länger die Krise dauert.

Flugzeuge der Easyjet parken am Flughafen BER. © Flughafen Berlin Brandenburg GmbH / Günter Wicker

Während die Zahl der Flugbewegungen in der Corona-Krise auf niedrigem Niveau stagniert, häufen sich die Mitteilungen über "Sale & Leaseback"-Geschäfte. Dabei verkaufen Fluggesellschaften ihre Flugzeuge an Leasinggesellschaften und leasen sie unmittelbar zurück.

Corona könnte nun erstmals dazu führen, dass sich mehr als die Hälfte der weltweiten Airline-Flotten im Besitz von Leasing-Gesellschaften befinden, wie Steven Udvar-Hazy, Chef von Air Lease Corporation (ALC), einem der größten Flugzeug-Leasinggeber weltweit, jüngst hervorhob.

Der dringende Liquiditätsbedarf nahezu aller großen Fluggesellschaften verschiebt so die Machtverhältnisse auf dem Leasingmarkt. "Sale and Leasback wurde im Verlauf der Corona-Krise fast zur einzigen verlässlichen Einnahmequelle für verschiedene Airlines", erklärt Dewey Yee, langjähriger Manager für Flugzeugleasing in den USA und Hong-Kong im Gespräch mit airliners.de.

Dabei müssten sie aber mit deutlich schlechteren Konditionen Vorlieb nehmen. Die Jahre vor Corona seien von einem wachsenden Wettbewerb zwischen den Leasinggebern geprägt gewesen, was die Leasingraten, insbesondere für Neuflugzeuge, auf Tiefststände trieb.

Von: Dennis Kazooba

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