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Iata warnt vor zu wenig Frachtkapazität

Rund die Hälfte der Luftfracht wird in Passagierflugzeugen transportiert. Die Iata warnt nun vor Engpässen. Frachtmaschinen müssten von allen Coronavirus-Reisebeschränkungen ausgenommen und Kontrollen standardisiert werden.

Frachtgut am Flughafen Hong Kong. © dpa / May James

Weltweit sind seit Ende Januar wegen der Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 mehr als 185.000 Passagierflüge gestrichen worden. Das berichtete der Weltluftfahrtverband Iata am Montag in Genf. Damit sei auch wichtige Frachtkapazität etwa für die Beförderung von Medikamenten und medizinischem Material entfallen.

"Die weltweite Flotte der Frachtmaschinen ist mobilisiert worden, um den Kapazitätsausfall wettzumachen", sagte Iata-Generaldirektor Alexandre de Juniac. "Regierungen müssen dringend Maßnahmen ergreifen, um sicherzustellen, dass die Versorgungslinien offen, effektiv und effizient bleiben."

Luftfracht sei zur Versorgung der Welt mit Nahrungsmitteln ebenso wie mit dem zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie nötigen medizinischen Material nötig. Deshalb müssten Frachtmaschinen von allen Reisebeschränkungen ausgenommen und Kontrollen standardisiert werden, um Staus möglichst zu vermeiden.

Die Regierungen sollten die Luftfracht als wesentlichen Bestandteil des Kampfes gegen COVID-19 betrachten, so die Iata. Wichtig sei auch, Luftfrachtbesatzungsmitglieder, die nicht mit der Öffentlichkeit interagieren, von den 14-tägigen Quarantäneanforderungen auszuschließen. Zudem sollten Staaten vorübergehende Verkehrsrechte für Frachtbetriebe ermöglichen und wirtschaftliche Hindernisse wie Überfluggebühren, Parkgebühren und Slot-Beschränkungen abschaffen, um den Luftfrachtbetrieb in diesen beispiellosen Zeiten zu unterstützen.

Von: dh mit dpa

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