Industrie & Technik Erste Global 5500, keine Airbus-Triebwerksgondel, mehr Max-Checks

Das wöchentliche airliners.de-Luftfahrttechnik-Briefing. Dieses Mal unter anderem mit der Erstauslieferung des Bombardier Global 5500, dem Rückzug von Airbus bei der Entwicklung einer neuen Tirebwerksverkleidung und neuen Inspektionsauflagen für die 737 Max.

Bombardier Global 5500 © Bombardier
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Industrie & Technik

Bombardier hat den ersten "Global 5500"-Businessjet an einen anonymen Kunden ausgeliefert. Das Ultralangstreckenflugzeug kommt nach Herstellerangaben auf eine maximale Reichweite von rund 11.000 Kilometern und ist für ein Dutzend Passagiere ausgelegt. Angetrieben wird der Jet von Rolls-Royce-"Pearl"-Triebwerken, die in Dahlewitz gefertigt werden.

Die DFS hat neue Satelliten-Navigationsverfahren an vier norddeutschen Flughäfen eingeführt. Langfristig soll die Luftraumsteuerung in ganz Deutschland umgestellt werden. Das neue Verfahren bietet mehr Genauigkeit und Effizienz. Zudem können Drehfunkfeuer abgebaut werden, zum Vorteil der Windkraft. Weiterlesen

Boeing und die US-Aufsichtsbehörden bereiten sich laut Insidern auf Abnahmeflüge für die 737 Max vor. Die Flüge könnten schon ab diesem Montag (29. Juni) stattfinden, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Freitag und berief sich auf mit der Sache vertraute Branchenvertreter.

Boeings nach zwei Abstürzen mit Flugverboten belegter Krisenjet muss künftig noch auf ein weiteres Sicherheitsrisiko geprüft werden. Die FAA führte eine neue Richtlinie ein, die Inspektionen für besseren Schutz von Verkabelungen nahe der Triebwerke vorschreibt. Weiterlesen

Airbus hat die Entwicklung einer eigenen Triebwerksgondel für die A320 Neo mit PW-1100G-Triebwerken aufgegeben, schreibt "flightglobal.com". Diese sollte in Konkurrenz zur bereits vorhandenen Gondel des Zulieferers Collins angeboten werden.

Drohnen

Die Mehrheit der Deutschen lehnt den kommerziellen Einsatz von Drohnen laut Umfrage ab, schreibt "Der Tagesspiegel". Die Akzeptanz nehme in letzter Zeit eher ab als zu. Es gibt jedoch auch eine Ausnahme bei den möglichen Anwendungen.

Das US-Startup Airflow hat ein Konzept für eine Cargo-Drohne vorgestellt. Der Starrflügler soll von kurzen Landebahnen mit einer Länge von rund 90 Metern aus operieren können und somit Warenhäuser direkt miteinander verbinden, schreibt "AIN".

Blackberry hat bekannt gegeben, eine Partnerschaft mit der deutschen Dedrone, einer Softwarefirma für Drohnendetektion, eingegangen zu sein. Ziel sei die Bereitstellung einer "weltweit fortschrittlichen" Drohnenabwehrtechnologie zur Sicherung kritischer Objekte.

Der Interessenverband norddeutscher Luftfahrt-Ingenieure und Techniker, Hecas, will mit einem "Innovationsbündnis Luftfahrt" einen neuen Luftfahrt-Cluster schaffen, der die Luftfahrtstandorte und -arbeitsplätze in Norddeutschland langfristig sichert.

Mit mehr als 90 Anflügen auf den Flughafen Zürich haben Forscher des Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrums (DLR) und der Empa das Assistenzsystem LNAS, das Piloten via Display bei leisen und zugleich sparsamen Anflügen unterstützt, getestet. Wie das DLR mitteilt, habe man Lärmemissionen und Treibstoffverbrauch senken können.

Studie für Schlafsitze in der Economy Class. Foto: © Zephyr Aerospace

Das US-amerikanische Startup Zephyr Aerospace hat eine Studie für Schlafsitze in der Economy Class von Langstreckenflugzeugen vorgestellt. Das Design ermögliche es den Passagieren, entweder völlig flach zu liegen, sich zu entspannen oder aufrecht zu stehen, beschreibt "Daily Mail" das Konzept.

Der österreichische Flugzeugzulieferer FACC hat eine neue barrierefreie Flugzeugtoilette entwickelt. Laut Mitteilung fällt der Toilettenbereich mit der "LAV4ALL" großzügiger aus und auch die Fläche des Küchenraumes bleibt unverändert. Verfügbar ist die Toilette für Airbus-Langstreckenmuster. Folgen sollen Nachrüstlösungen für Kurz-, Mittel- und Langstrecke folgen.

Mit bis zu 600 km/h schnellen Magnetschwebebahnen will China perspektivisch Mittelstreckenflüge ersetzen. Jetzt hat die neue Technik erstmals eine Testfahrt absolviert. Bis zum Jahresende soll ein vollständiger Prototyp fertiggestellt werden. Weiterlesen

IT

In der Corona-Krise ist für Fluggesellschaften derzeit nur die Ungewissheit gewiss. Vor allem die Preisentwicklung für Flugtickets lässt sich kaum prognostizieren. Innovative Ansätze zur stärkeren Differenzierung sind vorhanden - und bekommen nun neuen Schwung. Weiterlesen

Die Corona-Warn-App funktioniert derzeit nur in Deutschland verlässlich. Die EU-Kommission regt aber auch die länderübergreifende Funktion an. Das ist insbesondere für den Tourismus sowie dem Luftverkehr von Bedeutung. Weiterlesen

Der Umgang mit gestrichenen Flügen bei den Airlines im Lufthansa-Konzern werde wieder geändert, berichtet "Abouttravel". Um die Rückbestätigung von Buchungen, die von Corona-Flugstreichungen betroffen sind, zu erleichtern, sei eine technische Verbesserung vorgenommen worden.

Von: airliners.de

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