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Schwarze Zahlen angepeilt Welcome Aviation mit neuer Strategie

Die österreichische Welcome Aviation Group hat neue Strukturen sowie eine neue Strategie vorgestellt. Die Airline-Gruppe will so ab dem kommenden Jahr wieder in die Gewinnzone zurückkehren. Dabei kommt ihr eine Schwäche der Austrian Airlines zugute.

Dornier 328 der Welcome Air © Welcome Air

Die in den letzten Monaten etwas kränkelnde Regionalfluggesellschaft Welcome Aviation Group (Air Alps, Welcome Air, Tyrol Air Ambulance) will durch Verstärkung im Ambulanzgeschäft und als Zubringer der Austrian Airlines (AUA) wieder vollkommen gesunden. Die Pleitesorgen und die daraus resultierende kurzzeitige Einstellung des Flugbetriebes zu Beginn des Jahres sollen der Vergangenheit angehören. Mit neuen Strukturen, neuer Planung und neuen Ideen will Welcome Air ab dem kommenden Jahr gewinnbringend abheben, berichtet das österreichische Luftfahrtportal „Austrian Aviation Net“.

Geschäftsführer Oliver Ladurner zeigte sich im Interview mit der Tiroler Tageszeitung äußerst optimistisch. "Wir sind absolut auf Konsolodierungskurs", so der 42-Jährige Geschäftsführer im Gespräch. Bestätigt wird Ladurner durch seine teilweise schon vorgenommene Umstrukturierung. Ein gemeinsamer Flugbetrieb, die Reduzierung der Mitarbeiter, sowie der Flugzeuge von elf auf neun Maschinen führten dazu, dass im ersten Halbjahr die Flugstunden im Vergleich zum Vorjahr schon um fünf Prozent gestiegen sind.

Zugute kommt der Innsbrucker Welcome Aviation Group auch der momentane Tiefflug der AUA. Nach deren Verlust von 120 Piloten ergibt sich für Welcome Air die Möglichkeit, die AUA-Inlandszubringer von Linz, Salzburg, Klagenfurt nach Wien für diesen Sommer zu übernehmen. Weitere Kurzstreckenflüge im Alpen-Adria-Raum (Bozen-Wien) sind in Planung.

Große Hoffnungen setzt Ladurner auch in Ambulanzflüge: Konkret geplant sind Sammeltransporte, die Anschaffung eines Low-Cost-Ambulanzflugzeuges und die Forcierung von Krankentransporten auf der Langstrecke unter anderem nach Fernost und in die USA. Das Ganze soll ohne zusätzlichen Kapitalbedarf, sowie ohne neue Geldgeber geschehen.

"Wir sind nicht auf Investorensuche", sagte Ladurner. Die Fluggesellschaft werde das alleine umsetzen. "Es ist ein sportliches, sehr ehrgeiziges Ziel, aber nicht unerreichbar", fügte Ladurner hinzu. In diesem Jahr erwartet die Welcome-Gruppe, die der Schweizer Remi Holding gehört, einen Umsatz in der Höhe von 40 Millionen Euro.

Von: Sandra Aigner, <a href="http://www.austrianaviation.net" target=_blank>Austrian Aviation Net</A>

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