Volksinitiative gegen dritte Startbahn am BER erneut erfolglos

Die Volksinitiative gegen eine dritte Startbahn am BER hat erneut eine Niederlage erfahren. Damit bleibt der Bau einer dritten Piste theoretisch möglich - auch wenn es bislang keine Pläne dafür gibt.

Blick vom Dach des Terminalgebäudes des neuen Hauptstadtflughafens BER. © dpa / Patrick Pleul

Die Volksinitiative gegen eine dritte Startbahn am neuen Hauptstadtflughafen hat erwartungsgemäß eine weitere Niederlage erfahren. Der Hauptausschuss des brandenburgischen Landtags hat am heutigen Mittwoch gegen den Vorstoß gestimmt, teilte eine Sprecherin mit.

Der Ausschuss folgte damit einer Empfehlung des Infrastrukturausschuss, der erhebliche rechtliche Bedenken formuliert hatte. Damit bleibt der Bau einer dritten Startbahn theoretisch möglich. Allerdings gibt es bislang keine Pläne dafür. Die rot-rote Landesregierung hatte so einem Projekt bereits im Koalitionsvertrag eine klare Absage erteilt.

© dpa, Patrick Pleul Lesen Sie auch: Brandenburg schließt dritte Startbahn am Hauptstadtflughafen aus

Die Initiatoren der Initiative befürchten allerdings, dass die Flughafengesellschaft bei notwendigen Erweiterungen der Kapazitäten entsprechende Anträge stellen könnte. Sie wollten eine dritte Startbahn verbindlich ausschließen und die Zahl der Flugbewegungen auf 360.000 pro Jahr begrenzen.

Dafür hatten sie rund 29.000 Unterschriften gesammelt, so dass sich das brandenburgische Parlament mit der Volksinitiative befassen muss. Das Thema steht auf der Tagesordnung der nächsten Landtagssitzung. Sie findet am 30. April statt.

Von: dpa

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