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GlobeGround-Tarifkonflikt Vorerst keine weiteren Streiks an Berliner Flughäfen

Entspannung im Tarifstreit um den Dienstleister Globeground an den Berliner Flughäfen. Beide Seiten gehen aufeinander zu. Schlüssel zum Erfolg könnte die Einbindung eines Konkurrenten sein.

Die Mitarbeiter des Flughafen-Bodendienstleisters GlobeGround stehen am 02.03.2012 w © dpa / Patrick Pleul

Der Tarifkonflikt an den Berliner Flughäfen ist vorerst entschärft. Als Reaktion auf ein neues Arbeitgeberangebot kündigte die Gewerkschaft Verdi am Freitag an, mindestens bis Montag auf Warnstreiks zu verzichten. In der Auseinandersetzung geht es um das Einkommensniveau der 1.500 Beschäftigten des Flughafendienstleisters Globeground Berlin. In ein neues Tarifwerk soll auch ein Konkurrent eingebunden werden.

Die Verdi-Tarifkommission trifft sich an diesem Montag, um das Angebot zu prüfen und zu bewerten. Interessant sei, dass die Arbeitgeberseite offenbar jetzt über einen Manteltarifvertrag verhandeln wolle, dem auch der Globeground-Konkurrent Acciona beitreten solle, sagte Verhandlungsführer Jens Gröger. «Ein Flächentarifvertrag, für den wir uns stark machen, würde der drohenden Lohnkonkurrenz am neuen Flughafen einen Riegel vorschieben», meinte er mit Blick auf den Airport Berlin Brandenburg, der am 3. Juni in Betrieb geht.

Einen Termin für die nächste Verhandlungsrunde gibt es noch nicht. Der Fahrplan könnte aber nun so aussehen, dass zunächst über einen Manteltarif über die Arbeitsbedingungen verhandelt werde und dann über die Höhe der Einkommen, sagte Gröger. Darüber müsse aber die Tarifkommission am Montag entscheiden.

Die Gewerkschaft fordert bei Globeground 4,0 Prozent mehr Geld für zwölf Monate. Das jüngste Angebot enthält nach Angaben des Unternehmens eine Erhöhung der Vergütungen um durchschnittlich 1,9 Prozent. Dies sei zu den 2,3 Prozent Anhebung zu rechnen, die bereits als Inflationsausgleich gezahlt worden seien. Globeground-Geschäftsführer Bernhard Alvensleben sprach von einem Angebotsvolumen von 4,7 Prozent, wenn man auch berücksichtige, dass Mitarbeiter in höhere Lohngruppen aufsteigen.

Von: dpa

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