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Von einer Air-Berlin-Tochter zur anderen

Es hat sich angedeutet, jetzt ist es offiziell: Die Schweizer Air-Berlin-Tochter Belair wird aufgelöst. Nun ist auch klar, was mit den Maschinen und dem Personal passieren soll.

Flugzeuge der damaligen Air-Berlin-Tochter Belair 2016 in Zürich. © AirTeamImages.com / HAMFive

Die Schweizer Air-Berlin-Tochter Belair steht endgültig vor dem Aus. Das teilte die Muttergesellschaft Air Berlin jetzt mit. Die sieben Flugzeuge sollen Ende Oktober an die österreichische Noch-Air-Berlin-Tochter Niki verkauft werden, berichtete die österreichische Nachrichtenagentur APA. Die rund 280 Mitarbeiter erhalten dort eine Anstellungsgarantie für zwölf Monate.

Danach sollen sie Job-Angebote "im Umfeld der neuen Air Berlin" bekommen, hieß es von Seiten der Air Berlin. Der letzte Belair-Jet startet demnach mit dem Ende des Sommerflugplans 2017. Bis dahin operiere Belair ab Zürich mit vier Flugzeugen. Der Flugplan in der Schweiz bleibe bis auf weiteres gültig.

© dpa, Wolfgang Kumm Lesen Sie auch: Belair-Chef wechselt zu Air Berlin

Belair war einst aus der früheren Balair hervorgegangen. Sie ist seit 2009 vollständig im Besitz der seit Jahren defizitären Air Berlin. Die Fluglinie verfolgte einen Expansionskurs, der 2015 in einem Rekordverlust mündete. Ohne Finanzspritzen der größten Aktionärin - der arabischen Etihad - wäre Air Berlin vermutlich längst am Boden.

Im Zuge des Umbaus verkauft Air Berlin ihre österreichische Tochter Niki an Etihad. Niki und Tuifly sollen dann zu einer neuen Ferienfluggesellschaft verschmelzen. Diese soll ein Streckennetz von wichtigen Abflughäfen in Österreich, Deutschland und der Schweiz bedienen. Die EU-Kommission muss das Gemeinschaftsunternehmen noch genehmigen.

Von: ch, dpa

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