Volga-Dnepr Group will in Leipzig/Halle ausbauen

Die Volga-Dnepr Group will mehr Charter- und auch Linienflüge nach Leipzig/Halle anbieten. Im Rahmen einer strategischen Partnerschaft mit der Mitteldeutschen Flughafen AG ist zudem eine enge Zusammenarbeit in weiteren Bereichen geplant.

Boeing 747-400 von AirBridgeCargo © AirBridgeCargo

Bis zu 500 neue Arbeitsplätze sollen am Flughafen Leipzig/Halle entstehen. Das sei das Ergebnis einer am Dienstag getroffenen Vereinbarung zwischen der Volga-Dnepr Group und der Mitteldeutschen Flughafen AG. Bei der 53. Internationalen Paris Air Show in Le Bourget unterzeichneten die Unternehmen eine Absichtserklärung. Auch Sachsens Finanzminister Matthias Haß (CDU) nahm daran teil.

Demnach sollen in den kommenden Jahren etwa 500 Millionen Euro in das sogenannte Cargo-Hub Leipzig/Halle investiert werden. Das russische Unternehmen Volga-Dnepr Group will sowohl Charter- als auch Linienfrachtflüge mit seinen Fluggesellschaften Airbridge Cargo Airlines und Volga-Dnepr Airlines durchführen. Ab Ende 2021 sollen die wöchentlichen Flüge der Boeing-Frachtflotte schrittweise von 20 auf 50 in 2030 erhöht werden.

Von der Investition profitiere die gesamte Region Leipzig/Halle, betonte Haß. Darüber hinaus planen beide Unternehmen eine Intensivierung der Zusammenarbeit in den Bereichen Marketing, Vertrieb sowie der Geschäfts- und Personalentwicklung.

"Wir freuen uns, dass die Volga-Dnepr Group, einer unserer wichtigsten Partner, nun den nächsten Entwicklungsschritt geht", erklärte Flughafenchef Götz Ahmelmann. Die Volga-Dnepr Group arbeitet seit mehr als zehn Jahren mit dem Flughafen zusammen.

© Cargologic Germany, Lesen Sie auch: Cargologic-Germany-Start verzögert sich weiter

So sind seit 2006 Flugzeuge vom Typ Antonow 124 am Airport stationiert, die Transportaufgaben für die Nato übernahmen und kommerzielle Flüge durchführen. Die Aircraft Maintenance and Engineering Service (AMTES), ein am Flughafen ansässiges Tochterunternehmen der Volga-Dnepr Group, nutzt seit 2013 einen Wartungshangar, der für einen Zeitraum von 30 Jahren angemietet worden ist. Hier werden sowohl russische als auch westliche Flugzeugmuster gewartet. Darüber hinaus unterhält Airbrigde Cargo eine Frachtlinienverbindung nach Moskau.

Der Start des deutschen Volga-Dnepr-Ablegers Cargologic Germany verzögert sich derweil immer weiter. So fehlt noch immer die Betriebserlaubnis für die deutsche Tochter. Eigentlich wollte die neue Frachtgesellschaft bereits Mitte Februar den Betrieb ab Leipzig/Halle aufnehmen. Die ersten Boeing-737-Frachter stehen dort bereits. Die deutsche Branche will das AOC aber verhindern.

Von: dh mit dpa

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