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Weltweit erster Festkunde Virgin America ordert A320neo

Virgin America hat beim europäischen Flugzeugbauer Airbus einen Vorvertrag über A320-Flugzeuge erweitert und in einen Festauftrag umgewandelt. Bestellt wurden 60 Maschinen des Bestsellers - darunter 30 Flugzeuge der neuen Variante A320neo. Der Listenpreis für den Auftrag bezifferte die Airline auf über fünf Milliarden US-Dollar.

Grafik eines Airbus A320neo in den Farben der Virgin America © Airbus 2011 / Fixion
Airbus A320-200 der Virgin America © Airbus

Die amerikanische Lowfare-Airline Virgin America hat einen Kaufvertrag über 60 Flugzeuge des Typs Airbus A320 unterzeichnet. Wie der europäische Flugzeugbauer am Montag mitteilte, gliedert sich der Auftrag in je 30 Flugzeuge der Typen A320 und A320neo. Virgin America sei damit der erste Festkunde für den neuen A320neo, nachdem der indische Billigflieger IndiGo in der vergangenen Woche lediglich eine Absichtserklärung zum Kauf von 150 A320neo unterzeichnet hatte, hieß es bei Airbus.

Wie Virgin America mitteilte, beläuft sich der Auftragswert nach Listenpreis auf 5,1 Milliarden US-Dollar (3,84 Mio Euro). Bei Flugzeugbestellungen sind allerdings prozentual zweistellige Rabatte üblich. Virgin America hatte im Juli 2010 auf der Farnborough Air Show eine Absichtsklärung über den Kauf von 40 A320 unterzeichnet und Optionen auf 20 weitere Maschinen gesichert. Die genaue Triebwerkswahl sowohl beim A320 als auch beim A320neo ist noch offen. Beide Versionen erhalten aber die neuen Sharklets an den Flügelenden, die zur Treibstoffeinsparung beitragen sollen, teilte Airbus mit. Die Sitzkonfiguration unterscheidet sich von der bisherigen Virgin-America-A320-Flotte nicht: Auch die neuen Maschinen werden zwischen 146 und 149 Passagiere in einer Zwei-KLassen-Bestuhlung befördern.

Version A320neo mit neuen Triebwerken

Von 2016 an wird die A320 in einer neuen Version mit treibstoffsparenden Triebwerke und Flügeln mit strömungsgünstigen Flügelenden ausgeliefert. Der Flieger werde dann bis zu 15 Prozent weniger Treibstoff verbrauchen. Von der Neuauflage A320neo (new engine option) erwartet Verkaufschef John Leahy früheren Angaben zufolge mindestens weitere 4.000 Bestellungen. Die Modifikationen an den Flugzeugen betreffen in erster Linie die Flügel und die Triebwerksaufhängungen. Mehr als 95 Prozent der Fluzeugzelle sind mit den jetzigen A320-Modellen identisch. Einen komplett neu entwickelten Nachfolger für die A320-Flugzeuge will Airbus frühestens 2025 auf den Markt bringen.

Die Modifikationen an den A320neo betreffen in erster Linie die Flügel und die Triebwerksaufhängungen. Mehr als 95 Prozent der Fluzeugzelle sind mit den jetzigen A320-Modellen identisch. Bei den neuen Triebwerksoptionen handelt es sich um das PurePower PW1100G von Pratt & Whitney sowie den LEAP-X-Motor von CFM International.

Mit oder ohne Getriebefan

Das PW1100G ist ein Geared Turbofan-Triebwerk, das auch für die neue Bombardier CSeries, den Mitsubishi Regional Jet (MRJ) sowie die russische Irkut MS-21 eingesetzt werden soll. Das LEAP-X des CFM -Joint-Ventures zwischen der US-amerikanischen General Electric und der französischen Snecma ist ein High-Bypass Turbofan ohne Getriebefan und wird auch beim chinesischen COMAC C919 zum Einsatz kommen.

Link: https://www.airliners.de/thema/triebwerke/indexSonderthema 'Neue Triebwerke' bei airliners.de

Von: airliners.de

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