Vertragsunterzeichnung: Mehr Platz für Firmen am Flugplatz Bitburg

Beim Flugplatz Bitburg ist der Flugbetrieb nun ganz in privater Hand. Bund, Land und Kommunen wollen aber auch mehr Firmen anlocken. Dafür erschließen sie weitere Gewerbeflächen.

Ein Windsack flattert an der Start- und Landebahn des Flugplatzes in Bitburg. © dpa / Harald Tittel
Schulungsflugzeuge vor dem Tower des Flugplatzes in Bitburg © dpa, H. Tittel

Am Flugplatz Bitburg in der Eifel entsteht mehr Platz für Unternehmen. Bis 2015 sollen für 5,6 Millionen Euro weitere 26 Hektar Gewerbefläche erschlossen werden, wie das rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerium heute mitteilte. Eine entsprechende Vereinbarung unterzeichneten Vertreter von Bund, Land und einem kommunalen Zweckverband in Bitburg. Bislang sind an dem ehemaligen US-Militärflughafen laut Ministerium Gewerbeflächen von 180 Hektar für 27,5 Millionen Euro entstanden. Dort hätten sich 170 Unternehmen mit insgesamt 1400 Arbeitsplätzen angesiedelt.

«Das Bitburger Modell der Konversion ist in der Region Trier, in Rheinland-Pfalz und darüber hinaus zum Markenzeichen geworden», sagte Wirtschaftsstaatssekretär Uwe Hüser (Grüne). Die Umnutzung der einstigen Air Base zum Gewerbe-, Dienstleistungs- und Freizeitzentrum sei «rundum gelungen». Seit 1995 arbeiten hier Bund, Land und der kommunale Zweckverband in einem Kooperationsmodell zusammen.

Der Flugplatzbetrieb selbst ist inzwischen ganz in privater Hand. «Die Privatisierung war Ende vergangenen Jahres abgeschlossen», sagte der Geschäftsführer der Interessengemeinschaft Flugplatz Bitburg (IFB), Eugen Wallesch. Die aus Unternehmern und Piloten bestehende IFB hatte 2013 die Anteile des Flugplatzes schrittweise übernommen; die Stadt Bitburg und der Eifelkreis Bitburg-Prüm waren ausgestiegen. Inzwischen hält die IFB rund 95 Prozent. Die übrigen Anteile seien in Händen von anderen privaten Unternehmern, sagte Wallesch.

Ziel der IFB sei es nach wie vor, den Eifel-Flugplatz als Verkehrslandeplatz zu erhalten und weitere flugaffine Betriebe anzusiedeln, sagte Wallesch. 2012 war der Plan des Luxemburger Unternehmers Frank Lamparski gescheitert, aus dem Airport einen internationalen Fracht- und Passagierflughafen zu machen.

Von: dpa

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