Rundschau Verlustreiche Staats-Airlines und zerkratzte Urlauber-Autos

Alitalia fliegt täglich über eine Million Euro Verluste ein, die Pläne zur CO2-Bepreisung schlagen hohe Wellen und in Hamburg werden rund um den Flughafen geparkte Autos zerkratzt. Unsere Übersicht der Randnotizen und die Presseschau des Tages.

Flugbegleiterinnen der Alitalia © dpa - Bildfunk / Telenews/epa ansa/dpa

Das schreiben die Anderen

Alitalia fliegt jahrein, jahraus horrende Verluste ein, zuletzt täglich über eine Millionen Euro. Auch nach über 800 Tagen Zwangsverwaltung gelang es der Regierung nicht, einen Investor zu finden. Über die endlose Saga der Pleite-Airline schreibt die "Süddeutsche".

Mit ihrem Vorschlag zur Erhöhung der Luftverkehrssteuer grätscht die Umweltministerin den Billigfliegern ordentlich in die Beine. Dürfen bald nur noch Reiche in den Flieger, fragt ein Kommentar auf "Chip.de".

Um ihre alternde Kurz- und Mittelstreckenflotte zu erneuern, plant Air France, 50 bis 70 Maschinen vom Typ A220 und einige A320 Neo zu bestellen. Diese sollen ausgediente Flugzeuge der A320-Familie ersetzen, schreibt "Reuters".

Die Kurzmeldungen des Tages

Die zur Berliner Zeitfracht Gruppe gehörende ACMI-Airline WDL wird zukünftig für Air Italy abheben. Ein Embraer 190 soll für den italienischen Leasingkunden die Routen zwischen Cagliari und Mailand-Malpensa sowie Lamezia fliegen, teilte WDL mit.

Embraer 190 in den Farben der WDL. Foto: © WDL

Die Flugsicherung untersucht auffällige Flugbewegungen von zwei Maschinen am Frankfurter Flughafen. Einer Bürgerinitiative zufolge waren sich am vergangenen Samstag ein startendes und durchstartendes Flugzeug recht nahe gekommen. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung hat nach eigenen Angaben Kenntnis von dem Vorfall, leitet aber keine weiteren Untersuchungen dazu ein.

Nicht alle der rund 2500 zurückgelassenen Koffer, die am Mittwoch in Düsseldorf wegen einer defekten Gepäckanlage nicht befördert werden konnten, konnten in anderen Linienmaschinen untergebracht werden. Der Flughafen leaste daher zwei Charterflugzeuge, um die Koffer zu ihren Besitzern zu fliegen, schreibt "RP-Online".

In der Debatte um eine mögliche CO2-Bepreisung wächst der Druck auf die Luftverkehrswirtschaft. Um einer möglichen CO2-Steuer zu entgehen, beruft sich die Branche lieber auf Selbstverpflichtungsmaßnahmen, wie das Handelsblatt schreibt.

Über 200 Autos sind in der vergangenen Woche rund um den Hamburger Flughafen beschädigt worden. Offenbar artet ein Streit unter den Parkserviceanbietern in Sabotage aus, berichtet die "Hamburger Morgenpost".

Von: dh, lr, dpa

Lesen Sie jetzt
Themen
Kurz & kompakt