Verdi legt Berufung gegen Streik-Verbot ein

Die Gewerkschaft legt beim Arbeitsgericht Frankfurt Berufung gegen das Streik-Verbot bei LSG Sky Chefs ein. Das Gericht hatte Streikabsichten der Gewerkschaft Mitte Dezember untersagt. Verdi erhebt schwere Vorwürfe gegen die Lufthansa.

Ein Fahrzeug der LSG Sky Chefs. © dpa / Daniel Reinhardt

Die Gewerkschaft Verdi will die Einstweilige Verfügung gegen einen Streik in den Lufthansa-Großküchen nicht akzeptieren. Man lege gegen die Entscheidung des Arbeitsgerichts Frankfurt Berufung ein, kündigte Verhandlungsführerin Katharina Wesenick in Berlin an. Die Sache müsse grundsätzlich geklärt werden.

Das Arbeitsgericht hatte auf Antrag des Unternehmens den für den 19. Dezember geplanten Streik bei der Lufthansa-Tochter LSG Sky Chefs untersagt, weil die Streikziele seiner Ansicht nach noch der Friedenspflicht des bestehenden Tarifvertrags unterlagen.

Verdi hatte verlangt, dass bei dem noch nicht abgeschlossenen Verkauf der europäischen Cateringsparte LSG Sky Chefs an den Konkurrenten Gategroup die Entgeltbedingungen der rund 7100 Beschäftigten auf acht Jahre abgesichert werden - möglichst in einem trilateralen Tarifvertrag zwischen Verdi, Lufthansa und Gategroup.

Verdi erwartet Sparmaßnahmen und niedrigere Gehälter

Unter dem neuen, von asiatischen Kapitalfonds kontrollierten Eigentümer aus der Schweiz erwartet die Gewerkschaft Sparmaßnahmen und niedrigere Gehälter.

Die Gewerkschaft wirft der Lufthansa vor, LSG Sky Chefs. Die betroffenen Beschäftigten seien zutiefst frustriert. "Soziale Verantwortung bedeutet, den Beschäftigten die Existenzängste zu nehmen und Rechtssicherheit herzustellen", erklärte Wesenick. Lufthansa sieht den designierten Eigentümer Gategroup in der Pflicht zum Ausgleich. Dieser habe einen nicht näher bezifferten Betrag vorgesehen, der einem Sozialausgleich über drei Jahre entspreche.

Von: dpa, br

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