Verbraucherschützer fordern Pflicht zu Insolvenzabsicherung für Airlines

Verbraucherschützer fordern von der Bundesregierung, noch in dieser Legislaturperiode Fluggesellschaften per Gesetz zu einer Insolvenzabsicherung zu verpflichten.

Ein Passagier zieht einen Rollkoffer hinter sich her. © dpa / Frank Rumpenhorst

Bei Airline-Pleiten falle der lang geplante Urlaub ins Wasser und das Geld der Verbraucher sei auch oftmals weg, sagte die Leiterin des Teams Mobilität und Reisen beim Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), Marion Jungbluth, dem "Handelsblatt".

Die Bundesregierung dürfe daher "eine Lösung nicht auf die lange Bank schieben". Verbraucher müssten planen und ihr Geld sicher in eine Reise investieren können, sagte Jungbluth weiter.

Grünen werfen Regierung Untätigkeit vor

Die Grünen warfen der Politik Untätigkeit vor. "Die Bundesregierung hat nach dem Air-Berlin-Desaster nicht einen Finger gerührt, um Passagiere besser vor Airline-Pleiten zu schützen", sagte die wettbewerbspolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Katharina Dröge, der Zeitung.

Es wäre die Aufgabe von Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und Verbraucherschutzministerin Katarina Barley (SPD) gewesen, sich als Lehre aus Air Berlin um eine Insolvenzversicherung für Individualreisende zu kümmern.

Fluglinien sind anders als Reiseveranstalter nicht verpflichtet, den Reisepreis gegen Insolvenz abzusichern. Das Bundesjustizministerium hatte sich zuletzt offen für eine Insolvenzabsicherung gezeigt, sich aber für eine gesamteuropäische Lösung ausgesprochen.

Von: br, afp

Lesen Sie jetzt
Themen
Fluggesellschaften Politik Rahmenbedingungen Fluggastrechte Konsolidierung