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Verbraucherschützer fordern Abschaffung von Vorkasse für Flugtickets

Der Verbraucherschutzverband vzbv spricht sich dafür aus, dass Flugticktes künftig erst kurz vor Abflug und nicht zum Buchungszeitpunkt bezahlt werden sollten. So könnten Erstattungsprobleme vermieden werden.

Ticketschalter der Lufthansa am Frankfurter Flughafen. © dpa / Frank Rumpenhorst

Angesichts der Verzögerungen bei der Kostenerstattung für in der Corona-Krise gestrichene Flüge fordert die Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) eine Abschaffung der bisherigen Vorkasse-Regelungen. Künftig solle das Ticket erst wenige Tage vor Flugantritt bezahlt werden müssen, verlangte vzbv-Chef Klaus Müller in der "Rheinischen Post".

Es könne nicht sein, dass Airline-Kunden seit Monaten auf teils mehrere hundert Euro warten müssten und völlig unklar sei, "wann sie das Geld jemals wiedersehen werden", kritisierte Müller. Dieses Vorgehen der Unternehmen sei "peinlich und skandalös", zumal sie mit Milliardenhilfen der Steuerzahler unterstützt würden.

Die Verbraucherzentralen haben in diesem Jahr laut Müller bereits das Zwanzigfache an Beschwerden über Flug- und Reiseunternehmen im Vergleich zu normalen Jahren gezählt. In absoluten Zahlen waren dies demnach mehr als 80.000 Fälle. "Das ist zu einem großen Teil dem Ärger um nicht oder zu spät erfolgte Rückerstattungen von Vorkasse-Zahlungen nach Ausbruch der Corona-Pandemie geschuldet", erläuterte der vzbv-Chef.

Eine Reihe von Reisebüros, Reiseveranstaltern und Airlines habe sein Verband zur Unterlassung aufgefordert, sagte Müller. Unter den Unternehmen, die der vzbv schließlich sogar habe verklagen müssen, seien namhafte Anbieter wie TUI, Easyjet und Condor.

Von: dk, afp

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