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VC-Vorstand verhindert durch Veto Einigung zwischen Lufthansa und Piloten

Mit einem Machtwort fegt der Vorstand der Pilotengewerkschaft VC das Verhandlungsergebnis der eigenen Tarifkommission mit der Lufthansa vom Tisch. Ein neuer Tarifvertrag zur Bewältigung der Corona-Krise müsse auch die Situation bei den Konzerntöchtern adressieren.

Hilfslieferung mit medizinischem Material der Lufthansa in München. © Flughafen München

Der Vorstand der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit hat ein Veto gegen das von der eigenen Konzerntarifkommission erzielte Verhandlungsergebnis mit der Lufthansa eingelegt. Das geht aus internen Schreiben der VC hervor, die airliners.de vorliegen. Rund einen Monat, nachdem der Konzern mit den Flugbegleitern und deren Gewerkschaft UFO eine Einigung über deutliche Einsparungen bei den Personalkosten bei gleichzeitigem Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen für vier Jahre erzielt hat, steht eine solche mit den Cockpitbesatzungen damit weiter aus.

"Gerne hätten wir Ihnen diese Woche von einer grundsätzlichen Einigung berichtet. Wir wissen, dass Sie im Ungewissen sind und die Gerüchte hochkochen", beginnt das Schreiben der Tarifkommission an die Lufthansa-Piloten. Man habe versucht, die Gründe für das Veto der Gewerkschaftsführung nachzuvollziehen, sei aber natürlich enttäuscht über die Entscheidung. De Verantwortung, für die Piloten eine tragbare Lösung zu finden, liege nun allein bei der VC.

Von: dk

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