US-Investmentfirma übernimmt Virgin Australia

Die zweitgrößte australische Fluggesellschaft Virgin Australia wird von der US-Investmentfirma Bain Capital übernommen. Beim Versuch, Staatshilfen zu bekommen, war die insolvente Fluggesellschaft zuvor gescheitert.

Flugzeuge der Virgin Australia stehen am Flughafen Tullamarine am Boden. © dpa / James Ross

Virgin Australia hat einen neuen Investoren gefunden. Das Unternehmen stimmte dem Verkauf an die US-amerikanische Bain Capital am Freitag zu, nachdem die Finanzgesellschaft Cyrus Capital Partners ihr Kaufangebot zurückgezogen hatte.

Über die Kaufsumme wurde zunächst nichts bekannt. Virgin Airline hatte im April mit rund 1. 000 Beschäftigten Insolvenz angemeldet. Damit will sich das Unternehmen finanziell neu aufstellen und gestärkt aus der Covid-19-Krise kommen.

Zuvor hatte es die Airline nicht geschafft, eine Staatshilfe in Höhe von 1,4 Milliarden Australischen Dollar (857 Mio Euro) zu bekommen. Das Unternehmen, das über 130 Flugzeuge verfügt, hat Schulden in Milliardenhöhe.

Virgin Australia mit Sitz in Brisbane ist neben Qantas eine wichtige Linie für den Kontinent. Auch Qantas hat wie viele in der Branche mit den Folgen der Pandemie und dem stark beschränkten Flugverkehr zu kämpfen, war aber vor der Krise finanziell besser aufgestellt. Qantas streicht Tausende Stellen

Am Donnerstag hatte Qantas die Streichung von 6000 Stellen angekündigt. Die Fluglinie begeht im November den 100. Jahrestag ihrer Inbetriebnahme. In Australien sind viele Menschen wegen der großen Entfernungen und des dünnen Zugnetzes auf das Fliegen angewiesen.

Von: dpa, br

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