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US-Airlines teilen restliche Corona-Unterstützung neu auf

Die US-Regierung hat mit sieben großen Fluggesellschaften des Landes eine Vereinbarung über die Verteilung der restlichen staatlichen Finanzhilfen in der Corona-Krise getroffen. Kurz vor Fristende geht es um die Hilfen, die Southwest und Delta nicht abgerufen hatten.

Boeing 787 der United Airlines stehen am Flughafen Los Angeles. © AirTeamImages.com / John Kilmer

Solange es keine neuen Corona-Staatshilfen in den USA gibt, können sich US-Airlines nun die restliche Corona-Unterstützung neu aufteilen. Wie das US-Finanzministerium am Dienstag mitteilte, wurde eine Einigung über die Vergabe der restlichen Mittel aus einem Hilfspaket für die Branche in Höhe von 25 Milliarden Dollar (rund 21 Milliarden Euro) erzielt.

Damit sollen Stellenstreichungen im Zuge der Corona-Krise verhindert werden. Die staatliche Unterstützung für die Airline-Branche läuft eigentlich nur noch bis Ende September. Diese Hilfen für die Airlines waren vom Kongress Ende März als Teil des gigantischen Programms gegen die Corona-Krise im historischen Rekordvolumen von 2,2 Billionen Dollar beschlossen worden.

Trotz zunächst anders lautender Vereinbarungen hatten Southwest Airlines und Delta Airlines aber dank anderer Finanzierungsquellen letztendlich keine staatlichen Kredite angenommen. Nun haben die restlichen Fluggesellschaften noch bis Mittwoch Zeit, um zu entscheiden, ob sie die Bundesdarlehen aufnehmen möchten.

Laut der jetzt erzielen Vereinbarung soll die maximale Kredithöhe für einzelne Airlines bei 7,5 Milliarden Dollar liegen. Neben American und United sind Alaska Airlines, Frontier Airlines, JetBlue, Hawaiian Airlines und SkyWest Airlines an der Vereinbarung mit der Regierung beteiligt. Delta und Southwest beteiligen sich hingegen nicht. Die Fluggesellschaften mussten sich verpflichten, bis Ende September keinen Personalabbau vorzunehmen.

Seit Juli verhandelten die Fluggesellschaften mit der US-Regierung über die Modalitäten der Kredite. Das Finanzministerium teilte jetzt aber nur mit, dass die Kreditvergabe "unter bestimmten Bedingungen" erfolgen werde, ohne diese Konditionen zu präzisieren. Auch ließ das Ministerium offen, ob die Hilfen ausreichen werden, um die von American Airlines und United Airlines für Oktober anvisierten Streichungen Zehntausender Stellen noch abzuwenden.

© dpa, Gene J. Puskar/AP Lesen Sie auch: 25.000 Jobs bei American Airlines wegen Corona-Krise in Gefahr

Finanzminister Steven Mnuchin zeigte sich aber "erfreut", dass dieser für die US-Wirtschaft "wesentlichen" Branche nun geholfen werden könne. Er appellierte an den Kongress, die Stützungsmaßnahmen für die Airlines auszuweiten. Die Verhandlungen zwischen den Republikanern von Präsident Donald Trump und den oppositionellen Demokraten über ein neues Corona-Konjunkturpaket kommen seit Monaten nicht entscheidend voran.

Von: afp, dh

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