airliners.de Logo

Urteil: Pauschale Stornogebühren von 100 Prozent unzulässig

Der pauschale Ausschluss einer Flugpreis-Rückerstattung bei einer Stornierung ist nicht zulässig. Das hat das Amtsgericht Rüsselsheim entschieden.

Beratung im Reisebüro © TUI AG

Eine Airline darf in ihren Geschäftsbedingungen eine Erstattung des Flugpreises bei einer Stornierung nicht pauschal ausschließen. Das entschied das Amtsgericht Rüsselsheim (Az.: 3 C 119/12 [36]). Auf das Urteil weist die Deutsche Gesellschaft für Reiserecht in ihrer Zeitschrift «ReiseRecht aktuell» hin.

In dem Fall hatte ein Ehepaar für sich und seine Tochter einen Flug von Frankfurt am Main nach Honolulu gebucht, trat die Reise aber nicht an. Nach der Stornierung forderte es die Rückzahlung des Flugpreises. Das lehnte die Airline mit Hinweis auf ihre Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) jedoch ab.

Zu Unrecht, wie das Amtsgericht entschied. Eine AGB-Klausel, die bei dem gebuchten Tarif eine Erstattung des Flugpreises pauschal ausschließt, sei unzulässig. Außerdem sei den Reisenden bei der Buchung nicht ersichtlich gewesen, dass die Stornogebühren 100 Prozent betragen. Die Airline dürfe deshalb lediglich die ihr entstandenen Kosten einbehalten.

Von: dpa

Lesen Sie jetzt

Lesen Sie mehr über

Rahmenbedingungen Recht Fluggesellschaften