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Ursache für "Dreamliner"-Batterieproblem bleibt wohl ungeklärt

Probleme mit Lithium-Ionen-Batterien hatten Anfang 2013 zum weltweiten Grounding der Boeing 787 "Dreamliner" geführt. Jetzt haben die Behörden ihren Abschlussbericht vorgelegt - doch die Ursache für die mutmaßlichen Kurzschlüsse bleibt ungeklärt.

Eine Boeing 787 "Dreamliner" steht auf einem Flugplatz in Long Beach, USA. © dpa / Michael Nelson

Der Abschlussbericht der japanischen Behörden zu den Batterieproblemen bei den Boeing-Dreamlinern bleibt eine Antwort schuldig. Die genaue Ursache habe auch nach mehr als anderthalb Jahren nicht geklärt werden können, teilte die japanische Verkehrssicherheitsbehörde am Donnerstag in Tokio mit. Am 16. Januar 2013 hatte eine Dreamliner-Maschine der Fluggesellschaft All Nippon Airways (ANA) auf einem Inlandsflug in Japan wegen Brandgeruchs im Cockpit notlanden müssen.

Der Brandgeruch wurde auf eine Lithium-Ionen-Batterie zurückgeführt. Doch weder der US-Flugzeughersteller Boeing noch der Batteriehersteller GS Yuasa konnten erklären, weshalb es zu der Überhitzung der Batterie kam. Die Überhitzung sei vermutlich auf einen Kurzschluss innerhalb der Batterie zurückzuführen, heißt es in dem 115-seitigen Abschlussbericht. Wie dieser zustande gekommen sei, habe aber nicht geklärt werden können.

Die US-Flugaufsichtsbehörde müsse weitere Tests veranlassen, die Batterienormen überprüfen und mögliche Brandrisiken besser ermitteln, forderte die japanische Behörde in ihrem Abschlussbericht. Die Untersuchungen der US-Behörde dauern weiter an.

© AirTeamImages.com, Yukihiro Kaneko Lesen Sie auch: Nach Batterieumbau: Boeing nimmt 787-Auslieferungen wieder auf

Wegen wiederholter Probleme mit Lithium-Ionen-Batterien waren im Januar 2013 sämtliche Boeing 787 Dreamliner weltweit für drei Monate aus dem Verkehr gezogen worden. Bei zwei Maschinen hatten sich die Batterien überhitzt, wobei bei einem am Boden geparkten Flugzeug ein Feuer ausbrach. ANA und die zweite große japanische Fluggesellschaft Japan Airlines (JAL) waren mit am stärksten von dem Flugverbot für die Dreamliner betroffen.

Von: AFP

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