Der Urlaub ist in den meisten südeuropäischen Staaten deutlich günstiger als in Deutschland. Das teilte das Statistische Bundesamt mit. Am niedrigsten unter den ausgewählten europäischen Urlaubsländern war das Preisniveau für Gaststättenbesuche und Hotelaufenthalte im April in Nordmazedonien – mit 52 Prozent unter dem deutschen Niveau – und in Bulgarien (minus 47 Prozent).
Restaurant- und Hoteldienstleistungen kosteten dort damit nur etwa halb so viel wie in Deutschland. Besonders günstig war es für Reisende aus Deutschland auch in Montenegro (minus 39 Prozent), Portugal (minus 30 Prozent) und Spanien (minus 22 Prozent).
Auch in anderen südlichen Urlaubsländern wie Malta (minus 20 Prozent), Zypern (minus 19 Prozent) und Griechenland (minus 18 Prozent) zahlten Urlauber deutlich weniger als hierzulande.
Am höchsten unter den südeuropäischen Urlaubsländern war das Preisniveau in Kroatien und Italien – jedoch waren Restaurant- und Hoteldienstleistungen dort immer noch neun beziehungsweise zwei Prozent günstiger als in Deutschland.
Nachbarländer: Tschechien und Polen vorn
Die Nachbarstaaten Deutschlands sind mit Auto oder Bahn gut erreichbar und stehen deshalb derzeit für viele Reisende im Fokus. In Tschechien zahlten Urlauber aus Deutschland 30 Prozent weniger in Gaststätten und Hotels.
In Polen lag das entsprechende Preisniveau zwölf Prozent unter dem deutschen, in Frankreich waren es noch vier Prozent weniger.
In den meisten Nachbarstaaten war der Urlaub hingegen teurer als hierzulande. In Österreich mussten Urlauber ein Prozent mehr zahlen, in Belgien 13 Prozent mehr und in den Niederlanden 14 Prozent.
Am höchsten war das Preisniveau unter den Nachbarländern in Dänemark mit plus 29 Prozent sowie in der Schweiz mit plus 49 Prozent.
Nordeuropa bleibt das teuerste Reiseziel
Neben Dänemark ist es auch in den anderen nordischen Ländern für Urlauber aus Deutschland teurer als hierzulande. Im März lagen die Preise für Restaurant- und Hoteldienstleistungen in Finnland um zehn Prozent und in Schweden um zwölf Prozent über dem deutschen Niveau.
Auch in Norwegen (plus 34 Prozent) kostete der Urlaub deutlich mehr. Das höchste Preisniveau aller untersuchten Länder wies Island auf – mit plus 49 Prozent im Vergleich zu Deutschland.