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United Airlines könnte bis zu 36.000 Mitarbeiter entlassen

United Airlines plant, wegen der Corona-Krise ihre Belegschaft massiv zu verkleinern. Erste Pläne sehen einen Arbeitsplatzabbau von fast 40 Prozent vor. Die derzeitige Ausbreitung der Pandemie in den USA erschwert eine Erholung der Passagierzahlen.

Eine Flugbegleiterin von United mit Atemschutzmaske. © United Airlines

Die US-Fluggesellschaft United Airlines könnte wegen der Coronavirus-Pandemie im Herbst bis zu 36.000 Mitarbeiter entlassen. Das Unternehmen müsse wegen der geringen Nachfrage dringend Kosten einsparen, erklärte die Airline. Die derzeitige Personalstärke könne nicht über den 1. Oktober hinaus beibehalten werden.

Deswegen werden nun 36.000 Mitarbeiter - darunter mehr als 15.000 Flugbegleiter und 2250 Piloten - darüber informiert, dass sie von einer Entlassung betroffen sein könnten. Das entspräche rund 38 Prozent der Belegschaft. Allerdings betonte United, nicht jeder Mitarbeiter, der eine Warnung erhalte, werde auch entlassen.

Die Fluggesellschaft begründet ihr Vorgehen mit dem massiven Einbruch der Passagierzahlen infolge der Coronavirus-Pandemie. Zwar gebe es einen leichten Wiederanstieg der Nachfrage, erklärte United. Im Juli dürfte die Passagierzahl aber noch 75 Prozent niedriger liegen als im Juli 2019. Angesichts des derzeitigen Wiederanstiegs von Coronavirus-Infektionen in den USA werde eine Rückkehr zur Normalität zunehmend unwahrscheinlich, bevor es wirksame Behandlungsmethoden oder Impfstoffe gebe.

Keine Kündigungen bis 30. September

Die Pandemie hat die Luftfahrtbranche weltweit hart getroffen. United erhielt im Zuge eines Rettungspakets der US-Regierung Millionenhilfen, um Mitarbeiter weiterhin bezahlen zu können. Im Zuge der Vereinbarung darf die Fluggesellschaft bis zum 30. September keine Mitarbeiter entlassen.

United schrieb im ersten Quartal einen Nettoverlust von 1,7 Milliarden Dollar und warnte, im zweiten Quartal zwischen 40 Millionen und 45 Millionen Dollar pro Tag einzubüßen. Experten rechnen nicht mit einer raschen Erholung der Branche.

Von: afp, dpa, br

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