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Umsatzeinbruch bei Triebwerkhersteller Safran

Schon wegen der Probleme der 737-Max hat Safran mit einem Umsatzrückgang für das erste Quartal gerechnet. Mit der Corona-Krise ist jetzt auch die Hoffnung auf eine schnelle Erholung ad acta gelegt.

Ein Safran-Mitarbeiter an einem Flugzeugtriebwerk. © Safran Group / Cyril Abad / CAPA Pictures

Die Corona-Krise und das Flugverbot für den 737 Max haben dem französischen Triebwerksbauer und Technologiekonzern Safran einen herben Umsatzrückgang eingebracht. So sind die um Zu- und Verkäufe bereinigten Erlöse im ersten Quartal um 8,8 Prozent auf 5,38 Milliarden Euro gesunken, wie das Unternehmen mitteilte. Unter dem Strich lag der Umsatzrückgang bei 6,9 Prozent.

Wegen des 737-Desasters hatte Safran mit einem Umsatzrückgang von bis zu fünf Prozent gerechnet. Jetzt berichtet das Unternehmen von zusätzlichem Gegenwind durch den Coronavirus seit März.

© Safran Group, Cyril Abad / CAPA Pictures Lesen Sie auch: Safran rechnet wegen Produktionsstopp für 737 Max mit Umsatzrückgang

Das Unternehmen rechnet zunächst mit einem positiven Effekt durch Unterstützungsprogramme der Regierungen. Langfristig dürfte die Erholung aber schleppend verlaufen, mit niedrigeren Auslieferungen über 2020 hinaus.

Safran baut zusammen mit dem US-Konzern General Electric im Gemeinschaftsunternehmen CFM das Leap-Triebwerk, das Boeings Krisenjet 737 Max und rund jeden zweiten Jet der Airbus A320neo-Familie antreibt. Für den Mittelstreckenjet 737 Max gilt seit über einem Jahr nach zwei tödlichen Abstürzen ein weltweites Flugverbot. Seit Januar hat der US-Konzern Boeing die Produktion des Fliegers komplett gestoppt, was auch CFM und damit Safran zu schaffen macht.

Von: dk, dpa

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