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Flugbegleiterinnen von Eurowings und Germanwings. © Eurowings / Athenea Diapouli-Hariman

Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo hat ihren geplanten Warnstreik bei der Lufthansa abgesagt. Stattdessen ruft die Kabinengewerkschaft nun alle Flugbegleiter von Sunexpress Deutschland, Lufthansa Cityline, Germanwings und Eurowings zu einem befristeten Streik auf. Die Flüge der Lufthansa-Tochtergesellschaften sollen am Sonntag in der Zeit von 5:00 bis 11:00 Uhr bestreikt werden.

Die Lufthansa hatte sich zuvor zuversichtlich gezeigt, den für Sonntagvormittag angekündigten Warnstreik ihrer Flugbegleiter ins Leere laufen zu lassen. Intern hatte die Airline dazu nach Flugbegleitern gesucht, die am Sonntag freiwillig arbeiten. Bei der Lufthansa waren im zuvor angekündigten Streikfenster rund 160 Starts ab Frankfurt und München geplant.

Mit der Umschichtung des Streikaufrufs auf die Töchter sind nun rund 300 Abflüge an verschiedenen deutschen Stationen wie Düsseldorf, Stuttgart und Berlin gefährdet.

Trotz des kurzfristig angekündigten Warnstreiks bei den Lufthansa-Töchtern ist Lufthansa weiterhin optimistisch. Das klare Ziel sei es, am Sonntag bundesweit "das volle Flugprogramm aufrechtzuerhalten", sagte ein Lufthansa-Sprecher am Freitag.

In der Vergangenheit hatte Lufthansa bei Streikdrohungen der Piloten oder Flugbegleiter von sich aus viele Flüge abgesagt und einen Not-Flugplan erstellt. Zum eigentlich angekündigten Streik musste es dann wegen der Flugstreichungen gar nicht mehr kommen. Die Lufthansa-Flugbegleiter hatten zuletzt im November 2015 gestreikt.

Tiefes Zerwürfnis zwischen Ufo und Lufthansa

Hinter dem aktuellen Arbeitskampf steht ein tiefes Zerwürfnis zwischen Ufo und dem Lufthansa-Konzern. Das Unternehmen erkennt den Ufo-Vorstand nach erheblichen Führungsquerelen nicht mehr als vertretungsberechtigt an und will der Gewerkschaft gerichtlich die Tariffähigkeit absprechen lassen. Der langjährige Ufo-Vorsitzende Nicoley Baublies wurde sogar aus dem Lufthansa-Dienst entlassen.

Den Streik bewertet Lufthansa in dieser Logik als rechtswidrig und hat Teilnehmern mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen gedroht. Auch am Freitag lag zunächst kein Antrag auf eine einstweilige Verfügung gegen den bereits am Montag angekündigten Arbeitskampf vor, wie Lufthansa bestätigte. Das Unternehmen könnte aber auch im Nachgang rechtliche Schritte gegen die Ufo einleiten.

Lufthansa bietet mehr als Ufo fordert

Die Gewerkschaft verlangt für die rund 22.000 Flugbegleiter der Lufthansa 1,8 Prozent mehr Geld. "Wir sind streikbereit", bekräftigte der stellvertretende Ufo-Vorsitzende Daniel Flohr am Freitag. Nun soll es auch mit Urabstimmungen losgehen, an deren Ende auch unbefristete Streiks stehen könnten, kündigte Ufo an. Alle Mitglieder bei den Lufthansa-Konzernairlines seien ab ab sofort zu den Abstimmungen aufgerufen. Die Urabstimmungen sollen bis 1. November laufen.

Ein Lufthansa-Sprecher erklärte, der Konzern werde das Gehalt der Flugbegleiter freiwillig um 2,0 Prozent anheben, und zwar rückwirkend zum 1. Juli 2019. Dies sei den Beschäftigten in einem internen Schreiben mitgeteilt worden.

Ufo zeigte sich unbeeindruckt von der kurzfristigen Ankündigung des Konzerns zur Gehaltserhöhung. Damit sei zunächst nur die Forderung für eine von fünf Gesellschaften erfüllt, erklärte ein Sprecher. Zudem sei eine freiwillige Zahlung etwas völlig anderes als eine tarifliche Vereinbarung.

Ufo kämpft um die Kabine

Gleichzeitig kämpft die Ufo aber auch in eigener Sache. Denn um die Beschäftigten in der Lufthansa-Kabine ist nach den Streitereien ein Wettstreit der Gewerkschaften entbrannt. So drängt die Industriegewerkschaft Luftverkehr (IGL) vor und hat die Gründung eines neuen Bereichs für Kabinenpersonal beschlossen.

© Lufthansa Group, Lesen Sie auch: IGL-Kabinenvertretung will Ufo-Vakuum füllen

Parallel hat auch die DGB-Gewerkschaft Verdi die Lufthansa zu Verhandlungen über das Kabinenpersonal aufgefordert. Dort sind aktuell bereits einige Lufthansa-Flugbegleiter organisiert. Zudem engagiert sich Verdi bereits in den Kabinen von Eurowings und der LGW. Zudem hatte Verdi zuletzt sogar eine Tarifeinigung für Ryanair-Kabinenpersonal erreicht.

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