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Ufo-Chef Flohr will wegen Führungsstreit aufhören

Daniel Flohr, Vorsitzender der Flugbegleitergwerkschaft Ufo, hat seinen Rücktritt angekündigt. Grund seien unter anderem die zu formalen und langsamen Entscheidungsprozesse. Zudem wolle er einen internen Machtkampf verhindern.

Ein Mitglied der Flugbegleitergewerkschaft Ufo © dpa / Frank Rumpenhorst

Mitten in der Luftfahrt-Krise ist in der Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo der Führungsstreit weiter eskaliert. Nach Geschäftsführer Nicoley Baublies wirft nun auch der Vorsitzende Daniel Flohr hin, wie die Gewerkschaft mitteilte.

Er wolle damit einen internen Machtkampf verhindern, der sich an seiner Person entzünde, erklärte der erst im Februar ins Amt gewählte Flohr. Die Ufo müsse sich auf ihre Aufgaben konzentrieren. "Der Lufthansa-Konzern will zusätzlich Zigtausende Arbeitsplätze abbauen, darum muss Ufo sich kümmern - nicht um interne Grabenkämpfe."

Flohr will die Spartengewerkschaft spätestens zum 30. Juni 2021 verlassen, weil ihm die Entscheidungsprozesse zu formal und langsam erscheinen, wie er in einem Schreiben an die Mitglieder deutlich machte. Das weitere Vorgehen werde am kommenden Donnerstag im Vorstand besprochen, der nach zwei Rücktritten bereits auf fünf Personen dezimiert ist.

Flohr gilt als enger Vertrauter und Wegbegleiter des früheren Vorsitzenden Baublies. Gemeinsam hatte das Duo die Krisenverhandlungen mit der Lufthansa bestimmt und Eckpunkte eines Sanierungs-Tarifvertrages abgeschlossen, der die rund 22.000 Flugbegleiter der Lufthansa-Kerngesellschaft bis Ende 2023 vor betriebsbedingten Kündigungen schützt.

Vor der Corona-Krise hatte die Lufthansa nach mehreren Streiks die Tariffähigkeit der Ufo in Frage gestellt und die Vertretungsberechtigung des damaligen Vorstands bezweifelt.

Von: br, dpa

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