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Turkish Airlines überholt Ryanair im Eurocontrol-Luftraum

Am vergangenen Dienstag hat Turkish Airlines die meisten Flugbewegungen in Europa vorweisen können. Die Türken hatten ihr Angebot zuletzt stabil gehalten. Die Billigflieger reduzierten ihr Angebot aufgrund der Sars-Cov-2-Verbreitung konstant weiter.

Flugzeuge der türkischen Fluglinie Turkish Airlines stehen auf dem Atatürk-Flughafen in Istanbul. © dpa / Bernd von Jutrczenka

Das aktuelle Eurocontrol Comprehensive Assessment vom 28. Oktober 2020 (PDF) zeigt weiter den Trend, dass die Low Cost Carrier ihr Angebot zurückfahren. Zwar ist der Bericht nur bedingt mit dem letzten Bericht vergleichbar, da Eurocontrol mit zwei überlappenden Zwei-Wochen-Perioden arbeitet. Doch die absoluten Zahlen und Relationen zwischen den Carriern sind deutlich.

Interessant sind aber ohnehin die aktuellen Entwicklungen, die der neue Bericht zeigt. Turkish Airlines, die ihr Angebot vergleichsweise stabil halten kann, hat am Dienstag, den 27. Oktober, den ersten Platz belegt, mit 540 registrierten Flugbewegungen im Eurocontrol-Raum. Ryanair musste hingegen sein Angebot verglichen mit dem 13. Oktober deutlich um 38 Prozent reduzieren und erreichte nur noch 489 Flüge. Im Sommerreiseverkehr war Ryanair konstant und mit großem Abstand auf dem ersten Platz.

Eurocontrol-Daten zu Flugbewegungen am 27. Oktober 2020. Foto: © Eurocontrol

Auch Easyjet musste den Flugverkehr reduzieren. Mit 229 Flügen (-15 Prozent) ist man sogar hinter Wizz Air mit 271 Flügen (+2 Prozent). Starke Einbrüche verzeichnete auch Eurowings. Der Verlust beträgt 33 Prozent, sodass nur noch 119 Flüge verglichen mit dem Dienstag vor zwei Wochen erreicht wurden. Vueling geht es ähnlich mit einem Minus von 35 Prozent auf 106 Flugbewegungen.

Full Service Carrier sind wie gehabt vergleichsweise stabil. Große Ausschläge wie bei Billigfluggesellschaften sind hier selten. Der Verkehr bleibt aber auf einem sehr niedrigen Niveau. Insgesamt liegt der Verkehr bei Minus 57 Prozent im Eurocontrol-Raum. Das entspricht den zuvor reduzierten Erwartungen. Die Flugsicherungsbehörde warnt allerdings abermals, dass die neue Sars-Cov-2-Welle in der Kälteperiode der Nordhalbkugel noch starke Auswirkungen haben wird. Es bleibt zu befürchten, dass die pessimistische Einschätzung von Eurocontrol sogar unterboten wird.

Von: as

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