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Vertriebsplattform für weitere Airlines TUIfly setzt weiter auf Direktverkauf

TUIfly hat angekündigt, ihren Internetauftritt zu überarbeiten. Durch den Ausbau ihrer Webseite hofft die Airline, den Verkauf von Einzeltickets ankurbeln zu können. Dabei setzt die Airline nach der Aufgabe der eigenen Lowcost-Aktivitäten auch auf Angebote anderer Airlines.

Boeing 737 der TUIfly © AirTeamImages.com

Die Fluggesellschaft TUIfly will mit einer Internet-Offensive den Verkauf von Einzeltickets neben dem Chartergeschäft mit Pauschalreisenden absichern. Jedes fünfte Ticket verkaufte der Ferienflieger bislang an Einzelreisende. Es geht dabei um rund 750.000 One-Way-Tickets im Jahr.

Der Direktvertrieb über das Internet stelle damit für das Ergebnis von TUIfly «eine relevante Größe» dar, so TUI Deutschland. Auch nach der Übernahme des Städtereiseverkehrs durch Air Berlin solle dieses Geschäft nicht verloren gehen.  TUIfly will seine Flugreiseseite tuifly.com deshalb ausbauen.

Damit das Portal auch nach der Aufgabe der Cityverbindungen weiterhin ein interessantes Portfolio aufweist, nimmt TUI nun auch die Konkurrenz mit auf. Neben rund TUIfly-Verbindungen sind so auch die Flüge von sieben Wettbewerbern auf der Seite zu buchen - darunter das gesamte Angebot der Lufthansa-Tochter Germanwings und die Städteverbindungen, die Air Berlin übernommen hat.

Insgesamt gibt es unter der Adresse ein Angebot von etwa 550 Verbindungen zu 110 Zielen. Weitere Airlines hätten ebenfalls bereits Interesse signalisiert, sagte Petersenn, der als Direktor für Beförderung und Flugeinzelplatz bei TUI Deutschland verantwortlich ist.

Air Berlin hatte 14 Maschinen mit dem Citygeschäft von TUIfly übernommen. TUI behält 23 Flugzeuge, die aber zu rund 80 Prozent im Charterverkehr mit Pauschalreisenden besetzt werden. Dieser Anteil wird über die Reiseveranstalter verkauft. Im vorigen Jahr waren noch rund 3,5 Millionen Einzeltickets von Kunden direkt über die TUIfly-Flugreiseseite gebucht worden.

Von: dpa

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