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Tuifly Nordic erlaubt Urlaubern zur Flüchtlingshilfe zehn Kilo mehr Gepäck

Bei Tuifly Nordic dürfen Passagiere auf bestimmten Flügen zehn Kilogramm Extra-Gepäck mit an Bord nehmen. Damit soll die Flüchtlingshilfe zum Beispiel auf Kos unterstützt werden. Die deutsche Tuifly denkt über Ähnliches nach.

Ein Flugzeug der Tuifly Nordic. © AirTeamImages / Alex Filippopoulos

Die zum Tui-Konzern gehörende Fluggesellschaft Tuifly Nordic unterstützt skandinavische Reisende, die Flüchtlingen helfen wollen. Die Airline erlaubt Passagieren, auf Flügen zu griechischen Inseln wie Kos und auch nach Sizilien kostenfrei zehn Kilogramm Extra-Gepäck mitzunehmen.

Die Airline habe damit auf die Facebook-Anfrage einer Kundin reagierte, die Sachspenden für Flüchtlinge nach Kos bringen wollte, erklärte ein Tui-Sprecher in Hannover. Die deutsche Tuifly mache das noch nicht - es gibt aber Überlegungen für entsprechende Initiativen.

Kos und Sizilien gelten als wichtige Knotenpunkte auf den Routen der Menschen, die aus Syrien, Irak oder auch Afrika vor Krieg, Terror und Elend fliehen. Bei Tui informieren Reiseleiter die Urlauber zu Beginn ihres Aufenthalts über die Flüchtlingssituation etwa auf Kos und machen sie auf die Homepage der örtlichen Hilfsorganisation "Kos Kindness" aufmerksam, über die Urlauber Geld spenden können. "Darüber hinaus informieren wir unsere Gäste darüber, dass auch Sachspenden wie Kleidung und Schuhe willkommen sind", sagte Tui-Sprecher Kuzey Esener. Reiseleiter sammeln sie vor Ort und verteilen sie.

Trotz der vielen Flüchtlinge seien die griechischen Inseln weiter bei deutschen Urlaubern populär. "Aus Deutschland heraus gilt für Griechenland weiterhin aktuell ein Plus gegenüber den Rekordbuchungen des Vorjahres - das gleiche gilt für Kos", sagte der Sprecher. Je nach Intensität der Medienberichterstattung seien nur gelegentlich Buchungszurückhaltungen erkennbar.

Von: gk, dpa

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