Rundschau Tuifly erwägt Langstrecken, Condor ist gut gebucht, Lufthansa hat mehr Schulungsflugzeuge

Condor fliegt auch ohne Thomas-Cook-Passagiere gut gefüllt. Dennoch erwägt Tuifly, ebenfalls Langstreckenflüge aufzulegen. Das und mehr in unserer Nachrichten-Übersicht der Luftfahrt-Randnotizen des Tages.

"Dreamliner" in den Farben der Tui. © Boeing

Jeden Abend gibt es auf airliners.de eine kompakte Rundschau mit den Randnotizen des Tages. Wenn auch Sie einen spannenden Lesetipp für unsere tägliche Rundschau haben, mailen Sie uns: feedback@airliners.de

Die deutsche Tuifly sondiert Möglichkeiten, in den Langstreckenmarkt einzusteigen. Entsprechende Berichte bestätigte ein Tuifly-Sprecher gegenüber airliners.de. "Im Zuge der aktuellen Marktverwerfungen und Konsolidierungstendenzen schauen wir, ob das für uns ein gangbarer Weg ist," so der Sprecher. Derzeit liefen dazu intern Gespräche. Beschlossen sei aber noch nichts, konkrete Ergebnisse seien erst in einigen Wochen zu erwarten.

Hat Boeing bei der Entwicklung der 737 Max Wirtschaftlichkeit vor Sicherheit gestellt? Ein Bericht eines Whistleblowers nährt nun entsprechende Vorwürfe. Bereits vor den Abstürzen habe sich das Management mit Problemen beschäftigt, Lösungen aber abgeblockt, schreibt die "Seattle Times".

Der Zusammenschluss von Boeing und Embraer verzögert sich. Nachdem das Joint Venture ursprünglich für Ende des Jahres angekündigt wurde, wollen die zwei Flugzeugbauer das Gemeinschaftsunternehmen einer gemeinsamen Ankündigung zufolge nun Anfang 2020 festzurren. Boeing wird 80 Prozent an "Boeing Brasil – Commercial" halten, Embraer den Rest.

Condor hat den Buchungsstopp seines insolventen Mutterkonzerns Thomas Cook nach eigenen Angaben gut verkraftet. Es gebe sehr gute Anzeichen dafür, dass Condor die entstandene Lücke der Thomas-Cook-Reiseveranstalter schließen könne, berichtet due dpa. Condor habe keinen einzigen Flug streichen müssen.

© Europa Press/dpa, Isaac Buj Lesen Sie auch: Großteil der Thomas-Cook-Urlauber kehrt bis zum Wochenende zurück

Der nächtliche Betrieb am Flughafen Düsseldorf geht trotz des gestiegenen Verkehrsaufkommens zurück. Der Flughafen teilte mit, dass zwischen Anfang November 2018 und Ende September 2019 noch 1470 Starts und Landungen zu Nachtzeiten registriert wurden. Das entspreche einem Rückgang von fast 34 Prozent.

Die slowenische Fluggesellschaft Adria Airways ist seit dem 2. Oktober kein Star-Alliance-Mitglied mehr. Laut Mitteilung erfolge der Ausschluss der insolventen Airline nach der Einstellung des Flugbetriebs. Adria Airways war 15 Jahre Mitglied der Star Alliance.

Die Flugschule der Lufthansa Group hat in Rostock zwei weitere Diamond DA-42 übernommen. Laut Mitteilung besteht die Trainingsflotte der Lufthansa Aviation Training nun aus sieben der zweimotorigen Maschinen. Die ersten fünf hatte die Flugschule im April 2018 übernommen. Foto: © Diamond Aircraft

Die Rettung der finanziell angeschlagenen französischen Fluggesellschaft XL Airways ist gescheitert. Das Übernahmeangebot des Unternehmens Lu Azur sei zurückgewiesen worden, teilte das Handelsgericht in Bobgny bei Paris am Freitag mit. XL Airways sollte nach den Übernahmeplänen mit zwei Airbus A330 und der Hälfte des Personals auf der Langstrecke weitermachen.

Der Flughafen Heringsdorf hat sich zufrieden über die nahezu abgelaufene Flugsaison gezeigt. Laut eines Berichts des "NDR" verzeichnete der Airport mehr als 18.500 Linienflugpassagiere, was rund 5000 mehr als im Vorjahreszeitraum sind. Die Auslastung der Maschinen lag den Angaben nach bei 80 bis 90 Prozent.

Von: dh, br, dpa, dk

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