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Tuifly plant mit Hälfte der Vor-Corona-Kapazitäten

Nach der Öffnung der Türkei will Tui schon bald wieder die Hälfte der geplanten Kapazitäten anbieten. Von den 39 Flugzeugen der Tuifly ist ein Großteil bereits wieder im Einsatz. Die Flotte soll nach Corona dennoch auf 17 Flugzeuge schrumpfen.

Oliver Lackmann. © BDF

Der Neustart in der Corona-Krise ist aus Sicht des Reisekonzerns Tui gelungen. "Vor zwei Monaten sind wir pünktlich zur Öffnung der Grenzen mit einem neuen Sommerflugplan an den Start gerollt", sagte Tuifly-Geschäftsführer Oliver Lackmann.

Seit dem 15. Juni habe die Ferienfluggesellschaft insgesamt rund 250.000 Gäste an Bord begrüßt. Im Juli waren nach seinen Angaben bis zu 21 von 39 Maschinen im Einsatz, die von zehn Abflughäfen in Deutschland und der Schweiz starten. Ziel sei es, in den kommenden Monaten mehr als die Hälfte der ursprünglich geplanten Kapazitäten wieder anbieten zu können.

Angepasste Serviceabläufe und Hygienemaßnahmen an Bord hätten sich bewährt, sagt Lackmann. Crews würden besonders darauf achten, dass die Abstände an Bord eingehalten und die Masken getragen werden. Verlängerte Bodenzeiten von 60 Minuten sowie eine großzügig kalkulierte Einsatzplanung der Flugzeuge würden sicherstellen, dass genügend Zeit für einen gestaffelten Ein- und Aussteigeprozess bleibe.

Spanien und Griechenland stehen hoch in der Gunst

Eines der Top-Reiseziele im Streckennetz sei auch in diesem Sommer Mallorca. Mehr als 50.000 Passagiere beförderte die Tui-Tochter in den ersten zwei Monaten auf die Baleareninsel und zurück. Kreta, die größte griechische Insel, landete mit etwa 41.000 Gästen auf Platz zwei. Den dritten Platz teilten sich Fuerteventura, Kos und Rhodos.

"Die Auslastung unserer Flüge verdeutlicht, dass viele Gäste ihren Urlaub an den Sonnenstränden Europas sehnsüchtig erwartet haben", freut sich Lackmann. Sobald die Reisewarnungen für Ziele außerhalb der Europäischen Union fallen, etwa für Ägypten, Tunesien oder die Kapverdischen Inseln, will Tuifly die geplanten Verbindungen wieder aufnehmen. Die wieder geöffneten Touristenregionen in der Türkei sind seit dem Wochenende bei Tui wieder buchbar.

© Tui Group, Lesen Sie auch: Tui sucht externe Partner als Ersatz für eigene Flugzeugflotte

In einem Interview hatte Tui-Chef Friedrich Joussen in der vergangenen Woche das Ziel angegeben, die teuren Flugzeuge als Anlagegüter aus der Tui-Konzernbilanz zu entfernen. Tui brauche zwar Zugriff auf Airline-Kapazität, was aber nicht zwangsläufig bedeute, dass die Flugzeuge auf der Bilanz sein müssten, erklärte der Vorstandschef.

Seine europäische Flugzeugflotte will der Konzern von derzeit rund 150 Maschinen deutlich verkleinern. Die deutsche Teilgesellschaft Tuifly soll von 39 auf 17 Maschinen schrumpfen. Gewerkschafter hatten das geplante Vorhaben scharf kritisiert. Tui sei der weltgrößte Reisekonzern und verfüge über eine gute Buchungslage für die kommende Winter- und die folgende Sommersaison. Tuifly plane, die Kapazitäten billig im Ausland über externe Subunternehmer zuzukaufen.

Von: dh mit dpa

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