Tui verkauft französische Corsair an Intro

Drei Jahre nach dem ersten Verkaufsversuch scheint das Vorhaben zu glücken: Tui verkauft die defizitäre Corsair. Abnehmer Intro rechnet damit, dass noch in diesem Jahr die Verträge unterschrieben werden.

Corsairfly Boeing 747-400 © AirTeamImages.com / S. Willson

Der Reisekonzern Tui verkauft die französische Chartertochter Corsair - an Intro, die Holding, die einst Airline-Sanierer Hans Rudolf Wöhrl führte. Sowohl Tui als auch Intro bestätigen dies gegenüber airliners.de.

"Es finden aktuell Konsultationen mit den Arbeitnehmervertretern statt", so ein Konzernsprecher. Anschließend entscheide sich, ob der Deal zustande komme.

Intro-Chef Peter Oncken wird da konkreter: "Ich rechne damit, dass Ende des Jahres die Verträge unterschrieben werden", sagte er unserer Redaktion. Die Verträge seien bereits endverhandelt.

Verkaufsversuch 2015 scheiterte

Anfang des Jahrtausends übernahm der Reisekonzern Corsair. Der Name der Airline wurde in Corsairfly geändert, um die Nähe zu anderen Tui-Carriern wie Tuifly zu symbolisieren. 2012 änderte sich der Name erneut in Corsair International.

Erste Verkaufsfantasien des Tui-Konzerns über die defizitäre Tochter wurden vor einigen Jahren öffentlich. Ein Verkauf an Groupe Dubreuil (Air Caraibes) scheiterte jedoch auf den letzten Metern am Widerstand der Gewerkschaften.

Tui bekräftigte danach, weiter nach Abnehmern für Corsair zu suchen. "Der Konzern hat in der Tat keine Freude an der Corsair", sagte der damalige Tui-Betriebsratschef Frank Jakobi 2015 im Interview mit airliners.de.

Von: cs

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