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Triebwerksbauer MTU erwartet jahrelange Neustartphase

Der Münchner Triebwerkshersteller MTU geht von einer langsamen Erholung der Nachfrage aus. Die Triebwerkswartung werde im kommenden Jahr zulegen. Erst in vier Jahren könnte eine neue Wachstumsphase beginnen.

MTU-Firmenzentrale in München. © dpa / Sven Hoppe

Der Münchner Triebwerksbauer MTU rechnet nach dem Umsatzeinbruch in der Corona-Krise erst in einigen Jahren wieder mit kräftigem Wachstum. "Wir sehen die nächsten Jahre als eine Phase des Neustarts, in der wir unsere Technologieführerschaft, Innovationskraft und Flexibilität zum Ausbau unserer guten Ausgangsposition nutzen, um ab 2024 wieder überproportional am Wachstum der Branche teilzuhaben", sagte Vorstandschef Reiner Winkler bei einer Analystenveranstaltung am in München.

Allerdings erwartet er auch für das kommende Jahr wieder steigende Erlöse. Die im Dax gelistete MTU-Aktie sackte nach den Nachrichten um bis zu drei Prozent ab.

Vor allem das Geschäft mit der Triebwerkswartung bei Passagier- und Frachtflugzeugen dürfte MTU zufolge 2021 deutlich zulegen. Hier rechnet Winkler mit einem Plus zwischen 20 und knapp 30 Prozent. Im lukrativen Ersatzteilgeschäft und im Militärbereich geht er von leichten Zuwächsen aus.

Das Geschäft mit neuen Triebwerken für Verkehrsflugzeuge dürfte hingegen auf dem Niveau von 2020 stagnieren. "Die gedrosselten Flugzeug-Produktionsraten spiegeln sich in der Triebwerks-Produktion wider", sagte Vorstandsmitglied Michael Schreyögg. Für das laufende Jahr rechnet MTU konzernweit mit einem Umsatz von 4,0 bis 4,2 Milliarden Euro.

Von: br, dpa-AFX

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