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Nach Triebwerksausfall bei Boeing verlangt Behörde besondere Tests

Die US-Luftfahrtbehörde FAA hat für das Pratt & Whitney Triebwerk PW4000 besondere Tests angeordnet. Die Turbinenschaufeln sollen mit einem Wärmebild-Verfahren untersucht werden. Boeing empfiehlt, die betroffenen Maschinen am Boden zu lassen.

Das Triebwerk einer Boeing 777 der United Airlines brennt. © dpa / Chad Schnell

Die US-Luftfahrtbehörde FAA hat für das Triebwerksmuster Pratt & Whitney PW4000 besondere Tests angeordnet. Dabei sollen die Turbinenschaufeln mit einem Wärmebild-Verfahren untersucht werden, wie die US-Behörde am Dienstagabend (Ortszeit) in Washington mitteilte. Betroffen sind die Triebwerksversionen PW4074, PW4074D, PW4077, PW4077D, PW4084D, PW4090 sowie PW4090-3.

Man werde diese Testergebnisse eng verfolgen und diese entsprechend mit den anderen Erkenntnissen aus der laufenden Untersuchung des Vorfalls bei weiteren Entscheidungen berücksichtigen.

Am Samstag waren nach einem Triebwerkausfall große Flugzeugteile einer Boeing 777 von United Airlines (UA) in der Nähe von Denver als Trümmer in Wohngebiete gestürzt. Ein von einem Passagier gedrehtes Video zeigt, wie Flammen während des Fluges aus dem rechten Triebwerk schlugen. Die Verkleidung war zu diesem Zeitpunkt bereits in die Tiefe gestürzt.

Nach FAA-Angaben war das rechte Triebwerk kurz nach dem Start ausgefallen. Die Maschine landete mit 241 Menschen an Bord dennoch sicher am Flughafen in Denver. Es gab keine Berichte über Verletzte - weder an Bord noch am Boden. Die Maschine war auf dem Weg von Denver in die Hauptstadt von Hawaii, Honolulu.

Nach dem Triebwerksausfall an der Boeing 777 nahe Denver droht nun zahlreichen Großraumjets dieses Typs ein Flugverbot. In Japan und Großbritannien dürfen die Maschinen mit diesem Antrieb von Pratt & Whitney vorerst nicht mehr verkehren.

Betroffene Maschinen sollen am Boden bleiben

Die US-Luftfahrtbehörde FAA hatte am Wochenende bereits eine entsprechende Notfall-Richtlinie angekündigt. "Dies wird wahrscheinlich bedeuten, dass einige Flugzeuge aus dem Verkehr gezogen werden müssen", hatte FAA-Chef Steve Dickson am Sonntag gesagt. Boeing empfahl den Fluggesellschaften, die weltweit 128 Flugzeuge mit Triebwerken des Typs PW-4000 von Pratt & Whitney vorerst am Boden zu lassen.

Von: br, dpa

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