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Die britische Premierministerin Theresa May. © PR / tmay.co.uk

Die britische Premierministerin Theresa May hat in London erstmals konkrete Pläne für den EU-Austritt Großbritanniens vorstellt. Das Vereinigte Königreich werde nicht an Teilen der EU-Mitgliedschaft festhalten, sondern einen harten Schnitt mit der EU anstreben.

Dabei stellte die britische Regierungschefin klar, dass dies auch einen Austritt aus dem gemeinsamen Binnenmarkt bedeuten müsse. May sagte, Ziel könne keine Lösung sein, die Großbritannien "halb drin, halb draußen lässt".

Binnenmarkt ist Bedingung für den EU-Open-Sky

Bislang ist das Vereinigte Königreich Vollmitglied im weitgehend liberalisierten und vereinheitlichten europäischen Luftverkehrsmarkt. Damit können britische Airlines beispielsweise zwischen Deutschland und Spanien fliegen und andersrum. Gleichzeitig gelten die Open-Sky-Abkommen der EU etwa mit den USA auch für Großbritannien.

Mit dem nun angekündigten harten Brexit scheint die Wiedereinführung von Marktzugangsbeschränkungen im Luftverkehr von und nach Großbritannien unausweichlich. Denn die Teilnahme an der sogenannten European Common Aviation Area (ECAA) ist auch für nicht-EU-Mitglieder wie etwa Norwegen an zahlreiche Bedingungen geknüpft, unter anderm an eine Binnenmarkt-Teilnahme.

Luftverkehrsbranche leidet schon jetzt unter dem Brexit

Schon direkt nach dem Brexit-Votum hatte die Luftfahrtbranche den Absturz des Pfunds negativ zu spüren bekommen: Die International Airline Group (IAG), Mutterkonzern von British Airways, Iberia, Vueling und Aer Lingus, strich in der Folge ihre Wachstums- und Gewinnaussichten bis 2020 zusammen.

Der zweitgrößte Luftverkehrskonzern Europas muss sich mit dem Brexit zudem komplett neu aufstellen. Das fängt bei der Gesellschaftsstruktur an und geht bis zu komplexeren Strukturen in Sachen Operations und der Neuordnung von Dingen wie etwa den zukünftig sicher unterschiedlichen Regelungen in Sachen Passagierrechten.

© Heathrow Airports Limited, Lesen Sie auch: Welche Folgen der Brexit für Reisende haben kann

Auch die Billigfluglinien Ryanair und Easyjet stehen nach dem Brexit-Votum vor weitreichenden Veränderungen. Die britische Easyjet unterhält ein breit gefächertes Netzwerk über den ganzen Kontinent. Um auch nach dem Brexit weiter problemlos innerhalb Europas fliegen zu können, plant der Billigflieger bereits eine Fluglizenz in einem anderen EU-Land.

Ryanair ist zwar irisch und bleibt damit eine EU-Airline. Dennoch macht das schwache Pfund Ryanair schon jetzt zu schaffen. Das ist soweit auch nicht verwunderlich, denn die größte europäische Low-Cost-Airline füllt aktuell rund 40 Prozent ihrer Kapazitäten in Großbritannien.

Kapazitätsverteilungen ausgewählter Fluggesellschaften
in Bezug auf den UK-Markt
inner-britisch von/nach Großbritannien sonstige Routen
Thomson Airways 0 98.3 1.7
Flybe 52.1 45.5 2.3
British Airways 11.7 80.1 7.2
Easyjet 9.2 57.1 33.7
Bmi Regional 10.6 50 39.4
Ryanair 1.6 38.3 61.7
Lufthansa 0 5.6 94.4
Air Berlin 0 0 100

Quelle: ch-aviation (Marktanteile nach Kapazitätsangebot, 7-12/2016)

Mehr Konkurrenz im deutschen Billigflugsegment

Lufthansa sieht sich derweil weniger betroffen: Nur fünf Prozent des Umsatzes macht Europas größter Luftverkehrskonzern im Verkehr mit Großbritannien - und kann mit dem Brexit möglicherweise sogar auf einigen zusätzlichen Verkehr über Frankfurt und München hoffen.

Allerdings wird der EU-Austritt des britischen Königreichs unweigerlich auch in Deutschland größere Wellen schlagen. So hat Ryanair bereits angekündigt, Geschäft aus Großbritannien nach Kontinentaleuropa verschieben zu wollen und den Fokus dabei auch auf Deutschland zu setzen. Eine konkrete Brexit-Folge im deutschen Luftverkehrsmarkt würde damit mehr Konkurrenz im Billigflugsegment.

Noch ist allerdings keinesfalls entschieden, wie genau sich Großbritannien und die EU trennen werden. Auch ohne Binnenmarktzugang will May beispielsweise in den auf zwei Jahre angesetzten Verhandlungen ein Freihandelsabkommen durchsetzen. In den Verhandlungen wird dann freilich auch noch die EU ihre Interessen einbringen.

© dpa, Andy Rain Apropos (12): Brexit-Folgen für den Luftverkehr

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