Welche Airline welche Strecken aufnimmt, ankündigt, anpasst oder streicht, zeigt die Rubrik "Aktuelle Streckenmeldungen". © AirTeamImages.com / Jorgen Syversen

Thema Luftverkehr und Umwelt

Die Branche setzt auf zahlreiche operative Maßnahmen, verbesserte Infrastrukturen am Boden und in der Luft sowie neue Technologien, um den Umwelteinfluss des Fliegens zu verringern.

Die Luftfahrt ist je nach Auffassung für rund zwei bis fünf Prozent der weltweit von Menschen verursachten Klimagas-Emissionen verantwortlich. Obwohl der Anteil des Luftverkehrs also gemessen am gesamten Schadstoffeintrag in die Atmosphäre relativ gering ausfällt, steht Klimaschutz auf der Luftfahrt-Agenda weit oben.

So hat sich die Branche bereits 2009 auf einen Plan zur Reduzierung der Emissionen geeinigt. Der Plan der Internationalen Luftverkehrs-Vereinigung IATA sieht vor, ab 2020 in der Luftfahrt CO2-neutral zu wachsen. Bis 2050 sollen die Emissionen trotz Wachstum dann sogar auf die Hälfte der Emissionen von 2005 fallen.

Die Emissions Roadmap, die sich die Branche verordnet hat. Foto: © IATA

Fridays For Future (Symbolbild) © Adobe Stock Nr. 269592310 / Nicola

Knappes Drittel der jungen deutschen Erwachsenen verzichtet auf Flüge

Lesetipp In einer repräsentativen Befragung gab ein knappes Drittel der 18 bis 30-jährigen Deutschen an, aus Klimaschutzgründen auf Flüge zu verzichten. Gleichzeitig kennen gut zwei Drittel der Befragten ihren CO2-Fußabdruck nicht, schreibt "Zeit Campus".

Winfried Kretschmann © Die Grünen Baden-Württemberg

Grüner Ministerpräsident Kretschmann will weiterhin innerdeutsch fliegen

Lesetipp Der grüne Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann, will aus Zeitgründen nicht auf längere innerdeutsche Flüge verzichten. Derweil sorgt die Klimadebatte in der Luftfahrtbranche für Streit, berichtet die "FAZ".

Ein Airbus A321 wird auf dem Hamburger Flughafen betankt. © dpa / Markus Scholz

Lufthansa gegen weitere finanzielle Belastungen für Luftverkehr

Lesetipp Die Lufthansa wendet sich gegen zusätzliche Steuern und Abgaben für den Luftverkehr in Deutschland. Nach Ansicht des Unternehmens sind diese bereits jetzt zu hoch und nationale Alleingänge bringen dem Klima nichts, berichtet die "Welt".

Luftfahrtindustrie will Gesetzgebung mit Selbstverpflichtung verhindern

Lesetipp Eine gern genutzte Taktik, reale Gesetzgebung mit möglichen Nachteilen für eigene Interessen zu verhindern, ist das Zuvorkommen mit Selbstverpflichtungen und Initiativen, die natürlich nicht rechtlich bindend sind. Genau das versucht momentan die Luftverkehrswirtschaft, argumentiert die "Süddeutsche".

In der Raffinerie Heide soll unter anderem synthetisches Kerosin aus Windstrom produziert werden. © Raffinerie Heide

Kondensstreifen können durch E-Fuels stark reduziert werden

Lesetipp Durch Elektrolyse hergestelltes Kerosin enthält weniger Verunreinigungen als fossiles, weshalb bei der Verbrennung weniger Ruß freigesetzt wird, an dem Wasserdampf kondensieren kann. Dadurch bilden sich weniger Kondensstreifen. Die Klimafolgen des Fliegens könnten damit enorm reduziert werden, berichtet die "Wirtschaftswoche".

Hubertus Heil. © Bundesministerium für Arbeit und Soziales / Susi Knoll

SPD-Arbeitsminister Hubertus Heil hält nichts von Flugscham

Lesetipp SPD-Arbeitsminister Hubertus Heil hat die CO2-Diskussion um den Luftverkehr als "Symboldebatte" bezeichnet, die für den Klimaschutz nichts bringe. "Niemand muss sich schämen, wenn er mal in den Urlaub fliegt", sagte Heil der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

CO2-Kompensation und Greenwashing

Lesetipp Statt darüber zu diskutieren, wie man über CO2-Kompensationen "das Schlechte gut macht" sollte es in der Klimadebatte darum gehen, es loszuwerden. Das sagt Greenwashing-Expertin Kathrin Hartmann in einem Interview mit der "Wirtschaftswoche".

Willkommen in der Bundesrepublik Deutschland © Fotolia.com / bluedesign

Die deutsche Klimadebatte hat eine ganz eigene Ausprägung

Lesetipp In der Diskussion um die Klimafolgen des Reisens und Fliegens wird auch mit moralischen Argumenten gearbeitet. Die speziell deutsche Ausprägung und Geschichte solcher Argumentationsweisen betrachtet die "Neue Zürcher Zeitung".

Quote für synthetisches Kerosin könnte effektiv CO2 reduzieren

Lesetipp Verbots- und Verstaatlichungsvorschläge in Richtung Luftverkehr nützen der Umwelt wenig, weil sie politisch eher unrealistisch sind und viele Menschen gegen umweltfreundlichere Politik aufbringen, weshalb es stattdessen Quoten für synthetisches Kerosin bräuchte, argumentiert die "Wirtschaftswoche".

Elektroauto des Hamburger Flughafens © Flughafen Hamburg / Micheal Penner

Flughafen Hamburg will in zweieinhalb Jahren klimaneutral arbeiten

Lesetipp Der Hamburger Flughafen arbeitet seit Langem an der Reduzierung seines CO2-Ausstoßes, unter anderem mit Flugzeugschleppern mit Elektroantrieb. Bis spätestens Anfang 2022 wolle der Airport klimaneutral arbeiten, wird Umweltchef Axel Schmidt in der "Welt" zitiert.

Eine Boeing 777 der Emirates und ein Airbus A320 der Lufthansa. © AirTeamImages.com / TT

Klimabelastung durch staatliche Airlines größer als durch private

Lesetipp Linken-Chef Bernd Riexinger fordert eine Verstaatlichung von Fluggesellschaften aus Klimaschutzgründen. Diese Begründung trägt nicht, da private Airlines im Schnitt klimaschonender unterwegs sind als staatliche, schreibt die "Welt".

Embraer-Flugzeug betrieben von Lufthansa Cityline. © AirTeamImages.com / Rudi Boigelot

Bedeutung von Inlandsflügen für den Klimawandel wird überschätzt

Lesetipp In der Diskussion um den Klimawandel steht der Luftverkehr wie keine andere Branche am Pranger. Dass die Bedeutung des Fliegens im Allgemeinen und die von Inlandsverbindungen im Speziellen weit überschätzt wird, erläutert "Spiegel Online".

Michael Kerkloh. © Getty Images/Flughafen München

Münchner Flughafenchef sieht Schizophrenie in Klimadebatte

Lesetipp Michael Kerkloh, Münchner Flughafen-Chef, sieht in einer dritten Piste für seinen Airport einen Beitrag zum Klimaschutz und hält es für schizophren, dass viele Menschen fordern, die Bahn zu stärken, während sie immer mehr fliegen. Seine Ansichten erläutert er im Interview mit der "Augsburger Allgemeinen".

Boeing 757-300 der Condor auf dem Vorfeld des Flughafens Rostock-Laage. © Flughafen Rostock

Rostock-Laage soll Forschungsstandort für Wasserstoffantrieb werden

Lesetipp Am Flughafen Rostock-Laage ist nicht allzu viel los, was für Forscher wegen verfügbarer Kapazitäten am Boden und im Luftraum von Vorteil ist. Nun sollen in Laage Flugzeugantriebe mit Wasserstoff erforscht werden, schreibt die "Ostsee Zeitung".

BP Europa wird neues Aireg-Mitglied

Kurzmeldung Mit BP Europa hat die deutsche Biokerosin-Initiative Aireg einen weiteren Mineralölkonzern als Mitglied gewonnen. Biokraftstoffen komme in der Luftfahrt eine zunehmende Bedeutung in der Energie- und Klimapolitik zu, teilte BP mit. Die Entwicklung und Kommerzialisierung nachhaltigen Flugtreibstoffe sei von entscheidender Bedeutung für Air BP.

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