Welche Airline welche Strecken aufnimmt, ankündigt, anpasst oder streicht, zeigt die Rubrik "Aktuelle Streckenmeldungen". © AirTeamImages.com / Jorgen Syversen

Thema Luftverkehr und Umwelt

Die Branche setzt auf zahlreiche operative Maßnahmen, verbesserte Infrastrukturen am Boden und in der Luft sowie neue Technologien, um den Umwelteinfluss des Fliegens zu verringern.

Die Luftfahrt ist je nach Auffassung für rund zwei bis fünf Prozent der weltweit von Menschen verursachten Klimagas-Emissionen verantwortlich. Obwohl der Anteil des Luftverkehrs also gemessen am gesamten Schadstoffeintrag in die Atmosphäre relativ gering ausfällt, steht Klimaschutz auf der Luftfahrt-Agenda weit oben.

So hat sich die Branche bereits 2009 auf einen Plan zur Reduzierung der Emissionen geeinigt. Der Plan der Internationalen Luftverkehrs-Vereinigung IATA sieht vor, ab 2020 in der Luftfahrt CO2-neutral zu wachsen. Bis 2050 sollen die Emissionen trotz Wachstum dann sogar auf die Hälfte der Emissionen von 2005 fallen.

Die Emissions Roadmap, die sich die Branche verordnet hat. Foto: © IATA

Das Konzeptflugzeug von Easyjet und Wright Electric. © Wright Electric

Wright Electric entwickelt E-Motoren für Flugzeug in A320-Größe

Kurzmeldung Das Elektroflugzeug-Startup Wright Electric hat mit der Entwicklung des elektrischen Antriebssystems für das 186-sitziges Flugzeug Wright 1 begonnen. Man wolle ein dezentrales System entwickeln, dass durch zwölf Elektromotoren mit jeweils rund 1,5 Megawatt Leistung angetrieben wird, präzisierte CEO Jeffrey Engler auf einer Pressekonferenz. Easyjet unterstützt die Entwicklung des Flugzeugs und möchte das Flugzeug als klimaschonende Alternative auf kurzen Rennstrecken wie Amsterdam-London einsetzen.

US-Designer entwirft neues emissionsfreies Flugzeug

Kurzmeldung Der US-Designer Joe Ducet hat mit Her0 ein emissiosnfreies Flugzeug entworfen. Dieses soll bis zu 700 Kilometer pro Stunde fliegen können, schreibt der "Stern". Angetrieben wird das Flugzeug mit Propellern und Solarpaneelen auf den Tragflächen.

Boeing 777 der Swiss vor Kondensstreifen eines anderen Flugzeugs © AirTeamImages.com / Tim Meyer

Europäische Politik vernachlässigt Schaffung eines einheitlichen Luftraums

Kurzmeldung Die Luftverkehrswirtschaft hat in den letzten Jahren den CO2-Ausstoß pro Passagier deutlich gesenkt. Die Politik habe hingegen ihre Hausaufgaben, allen voran die Schaffung eines einheitlichen europäischen Luftraums mit effizientem Flugverkehrsmanagement, seit Jahren vernachlässigt, argumentiert Olaf Dlugi im Kommentar für die "NZZ". Er konstatiert der Politik daher Scheinheiligkeit in der Debatte.

Umweltministerium reduziert Flüge zwischen Bonn und Berlin

Kurzmeldung Das Bundesumweltministerium hat nach eigenen Angaben die Zahl der Flüge seiner Mitarbeiter zwischen den Dienstsitzen Bonn und Berlin stark zurückgefahren. Die "Potsdamer Neuesten Nachrichten" berichten, dass es von September bis Dezember 429 Flüge zwischen beiden Städten gab. Im selben Zeitraum des Vorjahres waren es 992. Die Beschäftigten sollen mehr mot der Bahn fahren.

Umweltministerium reduziert Flüge zwischen Dienstsitzen

Kurzmeldung Mitarbeiter des Bundesumweltministeriums flogen zuletzt deutlich weniger zwischen Berlin und Bonn, berichtet die "Süddeutsche". Von September bis Dezember 2019 habe es 429 Flüge gegeben, im Vorjahreszeitraum seien es noch 992 gewesen. Als Grund habe das Ministerium eine neue "Vorrangregelung" zugunsten der Bahn angegeben.

Eine Lok der Deutschen Bahn. Deutsche Bahn AG / Volker Emersleben

Politiker fordern neues DB-Nachtzug-Angebot

Kurzmeldung Der politische Druck auf die Deutsche Bahn (DB) wächst, wieder Nachtzüge auf die Schiene zu bringen, berichtet der "Tagesspiegel". Es gebe im Zuge der kommenden deutschen EU-Ratspräsidentschaft von verschiedenen Parteien Forderungen, das Angebot wieder aufzunehmen. Mit der Alternative zu europäischen Kurzstreckenflügen sei es nach Angaben der Bahn allerdings schwierig, Geld zu verdienen.

Leitwerke von verschiedenen Lufthansa-Airlines. © Lufthansa Group

Lufthansa Group nutzt grünen Strom in Heimatmärkten

Kurzmeldung Die Lufthansa Group bezieht seit Jahresbeginn in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Belgien ausschließlich grünen Strom. Der Konzern hat hierzu Grünstromzertifikate erworben, heißt es in er Mitteilung. Bis 2030 will der Konzern in seinen Heimatmärkten auf CO2-neutrale Mobilität am Boden umgestellt haben.

Stephan Erler ist erster Country Manager Deutschland von Easyjet. © Easyjet

Die Luftfahrt muss sich radikal ändern

Kurzmeldung Die Luftfahrt muss sich radikal ändern, schreibt Easyjet-Country-Manager Stephan Erler in der Serie Standpunkt vom Berliner "Tagesspiegel". Der Manager betrachtet in der Maßnahme die verursachten CO2-Emissionen aller Easyjet Flüge auszugleichen nur einen Zwischenschritt. Langfristig müssen neue, innovative Technologien entwickelt werden, um den Luftverkehr langfristig neu zu "dekarbonisieren".

FDP-Chef Lindner will gemeinsamen CO2-Zertifikatehandel mit China

Kurzmeldung FDP-Chef Christian Lindner hat sich beim Klimaschutz für einen "Schulterschluss" der Europäischen Union mit China ausgesprochen. Er forderte einen gemeinsamen Zertifikatehandel für CO2. "Denn wenn Europäische Union und die Volksrepublik China einen gemeinsamen globalisierten CO2-Markt etablieren würden, gemeinsam einen CO2-Deckel installieren würden, dann hätte das eine Strahlwirkung für die ganze Welt - viel mehr als die deutschen Sonderwege", sagte Lindner in einem Interview.

Schifffahrt erwartet Kosten im Billionen-Dollar-Bereich wegen UN-Klimazielen

Kurzmeldung Um die Einsparvorgaben der UN-Behörde International Maritime Organization (IMO) zu erfüllen, müssen Reedereien in den kommenden 30 Jahren jährlich zwischen 50 und 70 Milliarden Dollar in neue Schiffe und effizientere Antriebstechniken investieren, haben nun Forscher der UMAS laut Spiegel errechnet. Die Schifffahrt stößt ungefähr genauso viel CO2 aus wie der internationale Luftverkehr. Mit Corsia startet in diesem Jahr das UN-Projekt für die Luftfahrt.

Scheuer und Bahn-Chef Lutz segnen Rekordsumme für Schienen-Netz ab

Kurzmeldung Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und Bahn-Chef Richard Lutz unterzeichneten im Beisein von Bundesfinanzminister Olaf Scholz am Montag den Vertrag über die neue "Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung" für die Deutsche Bahn. Bis 2030 soll die Rekordsumme von 86 Milliarden Euro in den Erhalt und die Modernisierung des bestehenden Schienennetzes fließen. Damit stehen durchschnittlich 8,6 Milliarden Euro pro Jahr für Ersatzinvestitionen und Instandhaltung zur Verfügung. Das sind 54 Prozent mehr als im vergangenen Planungszeitraum. Für das Bundesverkehrsministerium ist ist das viele Geld für die Bahn die "Grundlage für aktiven Klimaschutz im Verkehr".

Passagierflugzeug am Himmel © dpa / Frank Rumpenhorst

Vier von fünf Deutschen wollen laut Umfrage weniger fliegen

Kurzmeldung Eine Mehrheit der Deutschen will aus Klimaschutzgründen weniger fliegen. 80 Prozent der Verbraucher hierzulande haben laut einer Umfrage der Europäischen Investitionsbank (EIB) vor, weniger mit dem Flugzeug zu reisen, schreibt die Nachrichtenagentur afp. Das sind fünf Prozentpunkte mehr als der europäische Durchschnitt. "Für Reisen von fünf Stunden oder weniger" wollen die Befragten demnach lieber "den Zug nehmen".

Blick auf das Terminal des Airports Düsseldorf auf der Abflugebene. © Flughafen Düsseldorf

Flughafen Düsseldorf will bis 2050 CO2-Ausstoß auf Null zurückfahren

Kurzmeldung Der Flughafen Düsseldorf will seinen CO2-Ausstoß in zwei Stufen zurückfahren. Laut einer Mitteilung plant der Airport zunächst bis 2030 den CO2-Ausstoß zu halbieren. Bis 2050 will der Flughafen dann klimaneutral agieren.

Internationaler Flughafen Genf-Cointrin © AirTeamImages.com

Schweizer Jugend will trotz Klimaprotesten kaum weniger fliegen

Kurzmeldung Trotz anhaltender Proteste für mehr Klimaschutz wollen laut einer repräsentativen Umfrage nur 15 Prozent der 14 bis 29-jährigen Schweizer in Zukunft weniger fliegen. Knapp die Hälfte der Befragten in diesem Alter wolle ihre Fluggewohnheiten gar nicht ändern und etwa 20 Prozent wollten etwas oder viel mehr fliegen, berichtet "abouttravel.ch".

So soll das Terminal 3 am Frankfurter Flughafen aussehen. © Fraport

Zwischenlager für belastete Böden am Frankfurter Flughafen nimmt weitere Hürde

Kurzmeldung Der geplante Bau eines Zwischenlagers für belastete Böden am Frankfurter Flughafen ist einen weiteren Schritt vorangekommen. Das Regierungspräsidium (RP) in Darmstadt hat das dazu notwendige Genehmigungsverfahren auf den Weg gebracht. Fraport will in der Cargo City Süd rund 600.000 Kubikmeter Bauschutt und durch Feuerlöschschäume verseuchte Böden zwischenlagern, die unter anderem durch den Neubau des Terminals 3 anfallen.

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