Eine Kameradrohne fliegt in Hamburg an einem Elbdeich über die angrenzende Straße. © dpa / Axel Heimken

Thema Unbemannte Fluggeräte und Drohnen

Die Zahl der privaten Drohnen steigt. Die Branche fürchtet um die Sicherheit des zivilen Luftverkehrs und fordert gesetzliche Regelungen. Gleichzeitig bieten sich neue Chancen.

Zahl der Drohnen-Zwischenfälle an Flughäfen sinkt nur leicht

Kurzmeldung Gleich zweimal musste im Jahr 2019 der Flugbetrieb am größten deutschen Flughafen in Frankfurt wegen Drohnen unterbrochen werden. Insgesamt ist im Jahresverlauf bis Ende November die Zahl der Behinderungen durch Drohnen aber gesunken. Nach den Zahlen der Deutschen Flugsicherung wurden in den ersten elf Monaten 120 solcher Behinderungen registriert - im selben Zeitraum des Vorjahres hatte die Zahl noch bei 152 gelegen. Die meisten Behinderungen durch Drohnen wurden in Frankfurt erfasst - mit bislang 26 von Januar bis November.

USA beschließen virtuelles Kennzeichen für private Drohnen

Kurzmeldung Privat betriebene Drohnen in den USA sollen künftig mit einer Art virtuellem Kennzeichen ausgestattet werden, um sie aus der Ferne identifizieren zu können. Damit solle die Sicherheit im Luftraum erhöht werden, erklärte die US-Luftfahrtbehörde FAA. Den Plänen zufolge sollen Behörden künftig in Echtzeit die Identität einer fliegenden Drohne - und damit ihres registrierten Besitzers - überprüfen können.

Airbus-VTOL-Flugtaxis sollen zur Olympiade in Paris 2024 fliegen. © Airbus

Studie: Bemannte Flugtaxis finden Akzeptanz, unbemannte nicht

Kurzmeldung Laut einer Studie der Hochschule für Technik in Stuttgart würden zwei Drittel der 1203 Befragten Flugtaxis nutzen, sofern ein Mensch am Steuer sitzt. Autonome Fluggeräte befürworteten hingegen lediglich 30 Prozent, berichten die "Badischen Neuesten Nachrichten".

Umfrage zur Akzeptanz ziviler Drohnen Verband Unbemannte Luftfahrt / Yougov

Umfrage zeigt Offenheit der Deutschen für zivile Drohnennutzung

Kurzmeldung Die Mehrheit der Deutschen steht einer Vielzahl von Anwendungsszenarien von Drohnen offen gegenüber, ergab eine Umfrage von Yougov im Auftrag des Verbandes Unbemannte Luftfahrt. Vor allem bei Katastrophenhilfe und technischen Anwendungen gibt es ein positives Stimmungsbild.

Die Flugtaxis von Volocopter wurden bereits in Dubai getestet. © Volocopter / Nikolay Kazakov, Karlsruhe

Flugtaxis kommen in Europa wohl nicht vor 2025

Kurzmeldung Ab 2025 rechnet die Easa mit einem regulären Betrieb von Flugtaxis in Europa, in Asien könnte es hingegen bereits in ein bis zwei Jahren soweit sein. Über die vielen Herausforderungen für den kommerziellen Einsatz berichtet der "Kurier".

Drei-Meter-Drohne in Duisburger Innenstadt abgestürzt

Kurzmeldung In der Duisburger Innenstadt ist bereits am 20. November eine Drohne der Feuerwehr abgestürzt, die zusammen mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) sowie dem NRW-Innenministerium in einem Modellprojekt eingesetzt wurde. Wie ein Sprecher der Stadt Duisburg sagte, wurde die Drohne mit drei Metern Spannweite so stark beschädigt, dass sie zunächst nicht mehr flugfähig ist. Verletzt wurde bei dem Absturz niemand - die Drohne krachte auf das Dach eines Einkaufszentrums nahe des Duisburger Weihnachtsmarktes.

Luftfahrt-Koordinator will mit Drohnen CO2 einsparen

Kurzmeldung Der Luftfahrt-Koordinator der Bundesregierung, Thomas Jarzombek, hat den Einsatz von Drohnen statt Flugzeugen zur CO2-Einsparung angeregt. Beispiele für den möglichen Einsatz von Drohnen seien Statiktests an Brücken, der Transport von speziellen Medikamenten zwischen Krankenhäusern oder die Erstellung von Lagebildern bei Verkehrsunfällen oder Waldbränden.

Droniq stellt Verkehrsmanagementsystem für Drohnen vor

Kurzmeldung Droniq hat ein auf LTE Mobilfunk basierendes Verkehrsmanagementsystem (UAS Traffic Management System, UTM) für Drohnen vorgestellt. Das Hook-on-device (HOD) mit integrierter Sim-Karte soll den Angaben zufolge einfach an jeder Drohne angebracht werden können und sendet Daten an das UTM sowei das Antikollisionssystem FLAM. Gleichzeitig empfängt es FLARM und ADS-B-Signale und gibt die Informationen über andere Flugzeuge an den Drohnen-Piloten weiter.

Bundesanstalt für Materialprüfung will Drohnen testen und weiterentwickeln

Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) will auf ihrem Testgelände südlich von Berlin die Anwendung von Drohnen testen und weiterentwickeln. Das Gelände ist von einem Flugbeschränkungsgebiet umgeben, weshalb regulärer Flugverkehr nicht gefährdet wird, auch wenn die Drohnen relativ hoch fliegen.

Drohne am Frankfurter Flughafen. © Fraport

Flughafen Frankfurt hat keinen ausreichenden Schutz vor Drohnen

Lesetipp Am Frankfurter Flughafen mangelt es an Möglichkeiten, gegen Drohnen vorzugehen. Die hessische Polizei sei zwar auf der Suche nach einem Abwehrsystem, bislang aber noch ohne Erfolg, schreibt die "Frankfurter Rundschau".

Drohnenabwehr mit Funkwellengewehren

Lesetipp Minidrohnen werden immer mehr zum Problem in Großstädten. In Berlin sind die Sicherheitsbehörden alarmiert und gehen mit Störsendern und Funkwellengewehren gegen die Flugopbjekte vor, schreibt "Der Spiegel".

Drohne am Frankfurter Flughafen. © Fraport

Flughäfen und Politik unterschätzen Drohnen-Gefahr

Lesetipp 2018 gab es 158 gemeldete Drohnensichtungen an deutschen Flughäfen weshalb das Thema bei der Flugsicherung mit hoher Priorität behandelt wird. Bislang hätten Politik und Airports jedoch nicht auf diese Bedrohung reagiert, berichtet "BR24".

Eine private Drohne fliegt über einem Garten bei Breitscheid in Nordrhein-Westfalen, als in weiter Entfernung ein Flugzeug beim Anflug auf den Flughafen Düsseldorf zu sehen ist. © dpa / Julian Stratenschulte

Flugsicherung: Kein weiterer Anstieg von Drohnensichtungen

Kurzmeldung Die Zahl potenziell gefährlicher Drohnen im deutschen Luftraum hat sich im ersten Halbjahr 2019 nicht weiter erhöht. Innerhalb der ersten sechs Monate gingen bei der DSF 70 Berichte über Drohnensichtungen in der Nähe von Flughäfen ein, teilte die Flugsicherung mit. Das waren fünf weniger als zur Hälfte des bisherigen Rekordjahrs 2018.

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