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Flughafen Berlin-Tegel aus der Vogelperspektive. FOTODÜSE / Thomas Düsterhöft, 2013

In wenigen Tagen wird der frühere Hauptstadt-Flughafen Tegel auch rechtlich aufhören, ein Flughafen zu sein. Ein halbes Jahr nach dem Start der letzten Passagiermaschine im Berliner Norden endet am kommenden Dienstag die sechsmonatige Bereitschaftsphase des Flughafens. Dann baut der bisherige Betreiber, die Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB), alle sicherheitsrelevanten Anlagen ab und übergibt Gelände und Gebäude nach und nach ans Land.

"Die Betriebspflicht für den vormaligen Flughafenstandort Berlin-Tegel (TXL) endet am 4. Mai um 24 Uhr", teilt ein Sprecher auf Anfrage mit. Ab August trage die FBB dann keine Verantwortung mehr. Ein Kapitel Berliner Luftfahrtgeschichte geht damit zu Ende. Ein neues Kapitel Stadtentwicklung und bezahlbarer Wohnraum beginnt.

Denn während derzeit mal wieder darüber gestritten wird, was auf der Freifläche des früheren Innenstadtflughafens Tempelhof geschehen soll, ist diese Frage für Tegel längst geklärt: Über Jahre haben der Berliner Senat und der Bezirk Reinickendorf mit Anwohnern und der Wirtschaft ein Konzept für die Zeit nach dem Flughafen-Aus erarbeitet. Es soll Wissen und Unternehmen anziehen und gleichzeitig bezahlbaren Wohnraum schaffen.

Modell für die smarte und soziale Stadt von morgen

"Was in Tegel geplant ist, ist auf jeden Fall intelligente Stadtentwicklung", sagt Wolf-Christian Strauss, wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Deutschen Institut für Urbanistik (Difu).

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Verantwortlich für die Weiterentwicklung ist die landeseigene Tegel Projekt GmbH. "Ab 2021 und über einen Zeitraum von ca. 20 Jahren entsteht auf dem 500 Hektar großen Areal des Flughafens Tegel nicht nur ein vollkommen neuer Stadtteil, sondern das Modell für die smarte, nachhaltige und soziale Stadt von morgen", heißt es verheißungsvoll auf deren Internetseite.

Gemeint ist damit zunächst das sogenannte Schumacher-Quartier im östlichen Teil des Flughafens: Ab 2022 sollen dort die Tiefbauarbeiten für rund 5000 Wohnungen in Holzbauweise beginnen. Das Quartier soll klimaneutral sein und bezahlbar - für Bauherren wie für die späteren Mieterinnen und Mieter, hieß es bei der Ankündigung im Dezember. Vorher müssten noch Altlasten und Kampfmittel auf dem Flughafengelände entfernt werden. Bis Anfang der 2030er Jahre sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein.

Direkt daneben entsteht ein Forschungs- und Industriepark. Dort sollen "bis zu 1000 große und kleinere Unternehmen mit 20 000 Beschäftigten forschen, entwickeln und produzieren", heißt es. In das ikonische alte Hauptterminal, ein Entwurf des Architekten Meinhard von Gerkan, soll die Beuth-Hochschule für Technik einziehen.

Für die Hälfte der Wohnungen im Schumacher-Quartier seien kommunale Wohnungsbaugesellschaften als Bauträger verantwortlich, sagt Difu-Wissenschaftler Strauss. Die andere Hälfte solle vorrangig an Genossenschaften gehen. "Ziel ist, das nur mit Playern durchzusetzen, die für bezahlbares Wohnen stehen." Damit der Plan aufgehe, müssten aber auch künftige Landesregierungen an dem Vorhaben festhalten.