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Unerlaubte Preisabsprachen Südkorea verhängt Strafen gegen 21 Airlines

In Südkorea ist ein Preiskartell aufgedeckt worden. Die Behörden verhängten Strafzahlungen in Höhe von 79 Millionen Euro gegen 21 Airlines wegen Preisabsprachen im Frachtgeschäft. Zu den betroffenen Unternehmen zählt auch die Lufthansa.

Beladung einer MD-11 von Lufthansa Cargo © Lufthansa Systems

Die südkoreanische Kartellbehörde FTC hat 21 Fluggesellschaften aus 16 Ländern wegen unfairer Geschäftspraktiken zu Geldstrafen verurteilt. Die Fluglinien sollen sich in den vergangenen sieben Jahren zu Kerosinzuschlägen bei Frachtflügen oder zu Erhöhung der Zuschläge abgesprochen haben, teilte die Behörde am Donnerstag in Seoul mit. Insgesamt müssen die Fluggesellschaften umgerechnet 79 Millionen Euro zahlen.

Zu den betroffenen Unternehmen zählen unter anderem Lufthansa, Japan Airlines, Cathay Pacific Airways, Singapore Airlines, Air France, Korean Air Lines und Asiana Airlines. Auf Korean und Asiana entfällt der Großteil der Strafe. Den Fall aufgedeckt haben Scandinavian Airlines und Air India.

Die Praktiken hätten im südkoreanischen Flugmarkt zu Umsatzverlusten geführt, teilte die Fair Trade Commission (FTC) weiter mit. Die Airlines hätten zunächst in den späten 1990er Jahren versucht, über die International Air Transport Association (IATA) für alle Airlines Kerosinzuschläge einzuführen, dafür jedoch keine Erlaubnis erhalten. Daraufhin hätten sich die Gesellschaften zur Einführung und Erhöhung von Zuschlägen unfairer Praktiken bedient.

Von: ddp

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