Strukturschäden: LGW lehnt ehemalige SkyWork-Flugzeuge ab

Eigentlich wollte der Air-Berlin-Regionalpartner LGW die Q400-Flotte zum Sommer durch Flugzeuge aus der Schweiz verstärken. Doch nun wurden schwere Strukturschäden festgestellt. Das Geschäft ist damit vorerst geplatzt.

Der Air-Berlin-Subunternehmer LGW verweigert die Abnahme zweier Flugzeuge aufgrund schwerer Strukturschäden. Das berichtet das schweizerische Branchenportal „CH-Aviation“. Bei den Maschinen handelt es sich um zwei Bombardier Dash-8Q-400, die zuletzt bei der schweizerischen Regionalfluggesellschaft SkyWork Airlines im Einsatz standen. Eigentümer ist die Centaurium AG.

Bei der einen Maschine (Registrierung HB-JIK) wurden im Zuge des Umlackierens massive Risse in der Außenhaut festgestellt. Einem Unternehmenskenner nach könnten diese entstanden sein, als der Prop den SkyWork-Anstrich erhielt. Dabei soll der schweizerische Wartungsbetrieb, der mit den Arbeiten beauftragt war, offenbar "zu viel abgeschliffen" haben und dabei Nieten beschädigt haben.

Die Mängel wurden erst durch das Entfernen der SkyWork-Lackierung sichtbar und dürften bislang weder Augsburg Airways (führte Line- und Basechecks durch), noch dem Management von SkyWork bekannt gewesen sein. Vermutet wird nun, dass auch die Flugzeuge HB-JIJ und HB-JGA betroffen sein könnten. Beide Maschinen hätten ebenfalls in Form eines Drylease an LGW gehen sollen.

Bei LGW ist man nun auf der Suche nach schnellem Ersatz für die eigentlich fest eingeplanten Maschinen. Das Unternehmen betreibt derzeit zehn Q400 im Auftrag von Air Berlin.

Von: Jan Gruber <a href=\"http://austrianaviation.net/\">Austrian Aviation Net</a>

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