Stadtentwicklungssenatorin plant Zwischennutzung des Flughafengeländes in Tempelhof

Berlin (ddp-bln). Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) will das Gelände des Flughafens Tempelhof zwischennutzen. Nach der geplanten Einstellung des Flugbetriebs im Oktober 2008 könne das 386 Hektar große Areal nicht sofort einer endgültigen Nutzung zugeführt werden, begründete die Politikerin am Montag vor Unternehmern ihr Vorhaben. Keine andere Metropole stehe vor einer vergleichbaren Herausforderung, mitten in der Stadt Freiflächen von dieser Größe zu haben, womit sich einmalige Chancen für in die Zukunft gerichtete Investitionen ergäben.

Die Zeiten des Flugbetriebs in der eng bebauten Innenstadt seien vorbei, betonte Junge-Reyer. Die klare Entscheidung für den Flughafen Berlin Brandenburg International (BBI) lasse den Flugbetrieb weder in Tegel noch in Tempelhof zu.

Bei der Entwicklung der Freifläche des City-Flughafens gelte der ökologische Grundsatz, dass Tempelhof der «Kühlschrank» Berlins sei. Die Freifläche sorge für den notwendigen Wärmeaustausch und sei unverzichtbar für das Klima in Berlin. Überdies sollten die Freifläche und das Gebäude als ehemaliger Ort der Luftfahrt erkennbar bleiben. Trotzdem solle das Gelände so schnell wie möglich für die Berliner geöffnet werden, ergänzte die Senatorin.

Junge-Reyer will nach eigenen Angaben mit einer Reihe von Veranstaltungen internationales Interesse auf die Potenziale des großen innerstädtischen Areals lenken. Ab Sommer will die Senatorin einen Dialog im Internet zur «Zukunft des Tempelhofer Feldes» führen. In weiteren Veranstaltungen sollten besonders die Bewohner der angrenzenden Stadtteile Tempelhof und Neukölln sowie Schöneberg und Kreuzberg über die neuen Entwicklungen informiert und in den Planungsprozess einbezogen werden, fügte die Politikerin hinzu.

Von: ddp

Lesen Sie jetzt
Themen
Berlin-Tempelhof Flughäfen Berlin