Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen im Hahn-Verkaufsversuchs ein

Die Staatsanwaltschaft Koblenz hat ihre Ermittlungen zu dem im Jahr 2016 gescheiterten ersten Verkaufsversuch für den Hunsrück-Flughafen Hahn eingestellt.

Ein Einbahnstraßenschild am Airport Hahn. © dpa / Thomas Frey

Für die vermutete Urkundenfälschung zweier Männer habe sich kein hinreichender Tatverdacht ergeben, teilte die Behörde mit. Die Koblenzer Ermittlungen hatten sich zwei Jahre hingezogen.

Das Innenministerium von Rheinland-Pfalz hatte der chinesischen Shanghai Yiqian Trading (SYT) in einer Strafanzeige Fälschung eines Bankbelegs und arglistige Täuschung vorgeworfen. Der Verkauf der rheinland-pfälzischen Hahn-Anteile an SYT war überraschend geplatzt.

© dpa, Thomas Frey Lesen Sie auch: Rheinland-Pfalz stellt Strafanzeige gegen Hahn-Käufer aus China

2017 erwarb der große chinesische Mischkonzern HNA diese 82,5 Prozent an dem Flughafen. 17,5 Prozent hält noch das Land Hessen. Der chinesische Mischkonzern HNA kaufte im vergangenen Jahr für rund 15 Millionen Euro den Großteil des defizitären Hunsrück-Airports vom Land Rheinland-Pfalz ab. Im Vorjahr war ein Verkauf an andere chinesische Investoren geplatzt.

Der Minderheitsanteil des Landes Hessen von 17,5 Prozent steht nach wie vor zum Verkauf. Nachdem bisherige Interessenten (die Immobilienfirma ADC und ein unbenannter Investor) aus dem Rennen ausgestiegen war, hofft man in der Staatskanzlei laut Gerüchten seine Anteile ebenfalls an HNA verkaufen zu können.

Von: br

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