Wirtschaft & Finanzen Ruf nach Staatshilfen, Jahresbilanzen und Investitionen

Das wöchentliche airliners.de-Wirtschafts-Briefing. Dieses Mal unter anderem mit der Forderung nach staatlichen Hilfen in der Coronakrise, positiven Jahresbilanzen und Anteilskäufe sowie Investitionen bei Lufthansa und Lilium.

Ein Mitarbeiter der deutschen Botschaft in Tunis spricht mit Reisenden in Tunis. © dpa / Simon Kremer

Jour fixe auf airliners.de: Immer dienstags präsentieren wir die wichtigsten Meldungen der Woche aus den Bereichen Luftverkehrswirtschaft und Finanzen. Alle aktuellen Themen-Briefings finden Sie immer auf unserer Übersichtsseite.

Ruf nach Staatshilfen in der Coronakrise

Die Iata geht davon aus, dass die globale Luftfahrtindustrie 150-200 Milliarden US-Dollar (rund 180 Milliarden Euro) staatliche Finanzhilfe benötigt, um die aktuelle COVID-19-Krise zu überleben, schreibt "ATW online". Zudem fordert der Weltverband die Aussetzung der Entschädigungsregeln.

Viele Fluggesellschaften in Europa geraten durch die Coronakrise in Schieflage, schreibt die "Wirtschaftswoche". In vielen Fällen greift der Staat jetzt bereits ein, damit es nicht zur Pleite kommt.

© dpa, Lorenzo Carnero Lesen Sie auch: Corona wird Verlierer und Gewinner hervorbringen Hintergrund

Lufthansa-Chef Carsten Spohr erwartet, dass Fluggesellschaften weltweit die Corona-Krise nur mit Hilfe staatlicher Unterstützung überleben werden. Aktuell fliegen die Airlines der Gruppe nur noch fünf Prozent des Angebots - und setzen auf Kurzarbeit. Weiterlesen

Müsste die Lufthansa-Tochter Swiss in der Schweiz gerettet werden oder doch in Deutschland? Darüber und über andere Frage rund um mögliche staatliche Corona-Unterstützungen schreibt "20 Minuten"

Es werden schwierige Monate für Tui. Das Reisegeschäft wird wegen der Corona-Pandemie für mindestens einen Monat eingestellt, eine Regelung für Kurzarbeit ist beschlossen. Gibt es auch Staatshilfen? Weiterlesen

© Adobe Stock, 330804509, OSORIOartist Lesen Sie auch: Die wichtigsten Informationsquellen zum Coronavirus Hintergrund

Die norwegische Regierung hat Norwegian Zugang zu drei Milliarden norwegischen Kronen (rund 253 Millionen Euro) zugesichert, um die Corona-Krise zu überstehen. Der Staat leistet 90 Prozent der Garantie, sofern externe Banken, Kreditinstitute oder andere kommerzielle Parteien die restlichen zehn Prozent übernehmen, schreibt die dpa.

Mit einem neuen 25-Milliarden-Hilfspaket will Italien die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise abfedern. Dazu gehört auch eine halbe Milliarde für Alitalia. Mit der Verstaatlichung soll ein Jahrzehnt immer neuer Hilfskredite für das Privatunternehmen enden. Weiterlesen

Dänemark und Schweden wollen der Fluggesellschaft SAS in der Coronavirus-Krise unter die Arme greifen. Wie die dpa meldet sollen Staatsgarantien im Wert von umgerechnet rund rund 274 Millionen Euro das Überleben sichern. SAS hatte bereits 10.000 Mitarbeiter in den Zwangsurlaub schicken müssen.

© Airbus, Lesen Sie auch: Airbus fährt Produktion in Frankreich und Spanien wieder hoch

Die US-Regierung will mit einem Hilfspaket rund eine Billion US-Dollar (900 Milliarden Euro) in die Wirtschaft pumpen. Damit sollen die Menschen und die Unternehmen angesichts der Coronakrise sofort unterstützt werden. Weiterlesen

Boeing verlangt von der US-Regierung 60 Milliarden Dollar Corona-Krisenhilfe für die heimische Luftfahrtindustrie. Auch ein neuer 14-Milliarden-Kredit soll die Liquidität des gebeutelten Konzerns und seiner Zulieferer sicherstellen. Weiterlesen

Jahresbilanzen

Teures Kerosin und Überkapazitäten in Europa haben der Lufthansa Group im vergangenen Jahr einen herben Gewinnrückgang beschert. Nun nimmt der Konzern wegen Corona weitere Kredite auf und streicht das Flugangebot auf ein absolutes Minimum. Weiterlesen

Die Aussichten für Lufthansa sind unklar. Wie für alle Airlines in den betroffenen Gebieten, könnte das Corona-Virus zu einer existenziellen Frage für den Konzern werden. Auch wenn Experten dem Kranich bescheinigen, im Vergleich gut aufgestellt zu sein. Weiterlesen

Nach einem Rekordwachstum im vergangenen Jahr erwartet Lufthansa Technik wegen der Corona-Krise- einen Umsatzeinbruch. Dennoch sieht sich die Lufthansa-Tochter gut gerüstet. Entscheidend wird, wie die Airlines die Krise bewältigen. Weiterlesen

Anteilskäufe und Investitionen

Der Münchner Investor Heinz Hermann Thiele hat seine Anteile an der Lufthansa weiter aufgestockt. Laut einer Meldung von "Der Aktionär" hält Thiele aktuell knapp zehn Prozent der Anteile. Erst in der vergangenen Woche wurde bekannt, dass der Investor rund 5,30 Prozent der Lufthansa-Aktien erworben hatte.

Der Münchner Flugtaxi-Entwickler Lilium hat mitten in der Coronavirus-Krise eine 240 Millionen Dollar schwere Finanzierungsrunde abgeschlossen. Führender Investor war dabei der chinesische Internet-Konzern Tencent. Weiterlesen

Boeing könnte in der Corona-Krise zügig die nötige Liquidität ausgehen, um die Embraer-Übernahme zu stemmen. Der vereinbarte Kaufpreis liegt weit über dem Wert, den die Kapitalmärkte Embraer noch zumessen. Weiterlesen

Von: airliners.de

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