SPD weist Kritik an Schließung des Flughafens Tempelhof zurück

Berlin (ddp-bln). Der SPD-Verkehrsexperte Christian Gaebler hat die Kritik der Berliner CDU und der Industrie- und Handelskammer (IHK) an der Schließung des Flughafens Tempelhof scharf zurückgewiesen. Deren Argumentation sei «inhaltlich falsch und riskant», da hierdurch die Pläne für den Flughafen Berlin Brandenburg International (BBI) gefährdet würden, betonte Gaebler am Freitag in Berlin.

Darüber hinaus wies er darauf hin, dass die Pläne der internationalen Investoren für die Nutzung des Flughafengeländes auch unabhängig von der Aufrechterhaltung des Flugbetriebs durchführbar seien. Es gehe im Kern lediglich um die Vermarktung des Standorts Tempelhof, sagte der SPD-Experte.

Berlins IHK-Präsident Eric Schweitzer hatte jüngst den Umgang des Berliner Senats mit den Investoren scharf kritisiert. Auch der CDU-Fraktionsvorsitzende Friedbert Pflüger macht sich für die Offenhaltung Tempelhofs stark. Die Unternehmer Fred Langhammer und Ronald Lauder hatten zuvor in einem offenen Brief damit gedroht, ihr Projekt auf Eis zu legen, wenn es kein positives Signal aus der Politik gäbe. Sie wollen den Flugbetrieb in Tempelhof eingeschränkt aufrechterhalten und dann für 350 Millionen Euro im historischen Flughafengebäude ein Gesundheitszentrum mit Hotel, Schulungszentrum und Gewerbe einrichten.

Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Berlin-Brandenburg hatte Mitte Februar die Schließung des defizitären innerstädtischen Airports zum 31. Oktober 2008 bestätigt.

Von: ddp

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