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«Luftfrachtsicherheitsgebühr» Sonderumlage auf Luftfracht?

Das Bundesinnenministerium will höhere Kosten für mehr Sicherheit bei der Luftfracht auf die Transportunternehmen umschlagen. Das Haus von Innenminister Thomas de Maizière (CDU) prüfe derzeit eine entsprechende staatliche Gebühr, berichtete die Tageszeitung «Die Welt» (Montag).

Mehrere DHL-Frachtmaschinen werden in den Nachtstunden auf dem Flughafen Leipzig/Halle beladen. © dpa / Jan Woitas

Das Bundesinnenministerium plant einem Zeitungsbericht zufolge eine neue Gebühr für die Sicherung von Luftfracht. Als Reaktion auf die Bombenfunde in Pakten aus dem Jemen im vergangenen Herbst sollen nach Willen der Bundesregierung die Kontrollen bei der Frachtabfertigung verstärkt werden, berichtet die Tageszeitung "Die Welt" (Montag). Die Kosten dafür sollten nach dem Willen des Ministeriums hauptsächlich die Transportunternehmen in Form der neuen Gebühr tragen.

Konkret geplant sei, dass die Bundespolizei die Kontrollen auf deutschen Flughäfen verstärkt und auch auf bestimmten ausländischen Flughäfen die Einhaltung von Sicherheitsstandards überprüft. Zudem solle bessere Kontrolltechnik für deutsche Flughäfen angeschafft werden.

Der Vorstandschef des Logistikunternehmens Schenker, Thomas Lieb, lehnte die Zusatzgebühr ab. Ihm seien die Pläne der Bundesregierung bekannt, sagte er der Zeitung. "Aber ich weiß nicht, ob zusätzliche Abgaben und Zuschläge die Sicherheit steigern können. Vielleicht ist bei diesem Thema auch etwas Aktionismus im Spiel." Die Abgabe verteuere den Transport und schade damit der Industrie. Schenker ist der zweitgrößte Luftfrachtspediteur der Welt.

Von: dpa-AFX, dpa

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