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So geht es mit dem Flughafen Zweibrücken weiter

Nach der Übernahme des Flughafens Zweibrücken hat das Trierer Immobilienunternehmen Triwo jetzt seine Pläne vorgestellt. Die Luftfahrt spielt dabei allerdings nur noch eine untergeordnete Rolle.

Ein Begrüßungsschild am Flughafen Zweibrücken. © dpa / Oliver Dietze
Flughafen Zweibrücken Flughafen Zweibrücken

Die Trierer Immobilienfirma Triwo hat ihr Drei-Säulen-Konzept für den insolventen Flughafen Zweibrücken vorgestellt. Das Gelände soll als Gewerbegebiet ausgebaut und die Start- und Landebahn für Kraftfahrzeugtests und -entwicklung umgewandelt werden. Als dritte Säule soll das Gelände zur Freizeitnutzung im Zusammenhang mit dem ansässigen Factory Outlet Center genutzt werden. Das sagte der Vorstand der Entwicklungsgesellschaft Triwo AG, Peter Adrian, bei der Präsentation vor Kommunalvertretern in Zweibrücken.

Erste grundlegende Veränderungen sollten in einem Zeitraum von "drei bis fünf Jahren" sichtbar sein können, so Adrian. Eine fliegerische Nutzung werde es allenfalls noch "untergeordnet" geben, etwa als Verkehrslandesplatz oder gegebenenfalls als Sonderlandeplatz.

Für die Entwicklung seien etwa 17 Millionen Euro geplant, "eine absolut realistische Zahl bei der Größe des Geländes", so Adrian. Triwo hatte in der vergangenen Woche den Zuschlag für das Flughafengelände erhalten. Der Airport hatte Insolvenz angemeldet, weil die EU-Kommission verlangte, dass er 47 Millionen Euro an Staatsbeihilfen zurückzahlt.

© dpa, Oliver Dietze Lesen Sie auch: Trierer Investor übernimmt Flughafen Zweibrücken

Triwo hat bereits mehrere ehemalige Militärflughäfen zu Gewerbegebieten entwickelt, darunter den früheren Fliegerhorst Pferdsfeld im Hunsrück und den Flugplatz Mendig in der Eifel, auf dem künftig das Festival "Rock am Ring" stattfinden soll.

Von: dpa

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