Überblick So entwickelten sich Europas Billigflieger 2018

Jahreszahlen der wichtigsten Low-Coster Europas: Nicht nur Ryanair und Easyjet befördern mehr Passagiere, beim Wachstum unterscheiden sich alle stark - Wizz Air eilt voran, Transavia bleibt hinten und Eurowings überholt Norwegian.

Die sechs interessantesten europäischen Billigflieger (von oben links): Norwegian, Wizz Air, Ryanair, Easyjet, Transavia und Eurowings. © AirTeamImages.com, Montage: airliners.de / Alun Morris Jones, Carlo Marcora, Carlos Enamorado, Chris Jilli

Neben den Jahreszahlen der drei großen Airline-Gruppen Europas hat airliners.de auch die Verkehrszahlen und Statistiken der Billigflieger Easyjet, Eurowings, Norwegian, Ryanair (seit September inklusive Lauda Motion), Transavia und Wizz Air analysiert. Nicht dabei ist der IAG-Low-Coster Vueling, da die Spanier von einer Publikation ihrer Passagierzahlen absehen. Da Brussels seit September keine eigenen Verkehrszahlen mehr vorlegt, lassen sich die Werte von Eurowings seit dem nicht mehr einzeln herausrechnen.

Im Ranking der sechst wichtigsten Low-Coster Europas hat es im Mittelfeld Bewegung gegeben. Dies geht aus den Verkehrszahlen für das vergangene Jahr hervor, die airliners.de miteinander vergleicht. Insgesamt haben Easyjet, Eurowings, Norwegian, Ryanair, Transavia und Wizz Air 2018 über 330 Millionen Passagiere begrüßt.

Ryanair und Easyjet verteidigen mit 139,1 beziehungsweise prognostizierten 86,9 Millionen Fluggästen Platz eins und zwei in dem Ranking, und auch hinten finden sich erneut Wizz Air (33,8 Millionen Passagieren) und Transavia (15,8 Millionen) wieder als Schlusslicht der sechs Low-Coster. Im Mittelfeld haben Eurowings (38,5 Millionen) und Norwegian (37,3 Millionen) die Plätze getauscht.

Passagierzahlen der Billigflieger
Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember
Ryanair 9300000 8600000 10000000 12300000 12500000 12600000 13100000 13800000 13100000 13100000 10400000 10300000
Easyjet 5159860 5552255 6549703 7452647 7791278 7901285 8540193 8680840 8816427 8578341 5639158 6260895
Eurowings 2152000 2303000 2918000 3287000 3628000 3594000 3926000 3848000 3837000 3663000 2705000 2629000
Norwegian 2333932 2330006 2816164 3049249 3421460 3497285 3796283 3615319 3446854 3388898 2877549 2771135
Wizz Air 2336206 2126955 2476153 2764579 2836380 3029121 3475497 3476091 3173280 3059419 2400337 2660104
Transavia 827000 819000 1081000 1349000 1638000 1599000 1713000 1774000 1676000 1582000 875000 895000

Quelle: Unternehmen

Wie eng der Kampf bei den Passagierzahlen zwischen den beiden Billigfliegern ist, zeigt die monatliche Betrachtung: Hier liegen die Werte von Eurowings in nur acht von zwölf Monaten über denen von Norwegian. Allerdings sind es die aufkommensstarken Sommermonate.

Wizz Air führt Wachstumsranking an

Gemessen am absoluten Wachstum liegt allein schon aufgrund der Gesamtgröße Ryanair vorn, doch vergleicht man die Wachstumsraten der sechs Billigflieger, ist das Bild ein anderes: Wizz Air führt mit einem Plus von 19,6 Prozent im abgelaufenen Jahr das Ranking an. Dicht dahinter folgt Eurowings (plus 18 Prozent), und dahinter Norwegian (plus 12,7 Prozent). Auf den hinteren Rängen finden sich neben Ryanair (plus acht Prozent) auch Easyjet und Transavia (jeweils 7,1 Prozent).

Und auch bei den monatlichen Wachstumsraten dominiert Eurowings ganz klar das Low-Cost-Feld. Im ersten Quartal ist kein anderer der sechs Billigflieger bei den Passagierzahlen so stark gewachsen wie die Lufthansa Plattform.

Wachstumswerte der Billigflieger
Ryanair Easyjet Eurowings Norwegian Wizz Air Transavia
Januar 6.0 8.7 27.3 10.6 24.4 12.7
Februar 4.9 4 35.3 11.5 23.5 6.4
März 6.4 3.4 35.4 14.8 25.2 14.1
April 8.8 4.7 18.3 15.6 19.2 1.3
Mai 5.9 3.7 20.1 17 18.1 5.7
Juni 6.8 9.4 13.8 14.3 21.8 8
Juli 4.0 4.5 16.9 13 22.9 2.8
August 8.7 5.6 15.8 10.2 20.4 2.7
September 11.0 14.2 14.4 8.9 17.5 7.2
Oktober 11.0 14.1 13.4 7.6 14.8 10.5
November 11.8 5.4 10.5 14.2 11.2 13.9
Dezember 10.8 6.4 9.9 15.4 18.3 11.6

Quelle: Unternehmen

Easyjet: Die Briten haben keine Verkehrszahlen für November und Dezember 2018 vorgelegt. Seit dem neuen Fiskaljahr (1. Oktober) weisen sie Passagierzahlen nur noch quartalsweise aus; die fürs letzte Quartal 2018 Anfrage dazu blieb bislang unbeantwortet. In den ersten zehn Monaten lag das Wachstum bei gut sieben Prozent. Legt man auf dieser Basis das durchschnittliche Wachstum von Oktober und November der vergangenen fünf Jahre zugrunde, hat der britische Low-Coster 2018 7,1 Prozent mehr Passagiere befördert - nämlich rund 86,9 Millionen.

Von: cs

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